H

Händel, Georg Friedrich

Hässler, J.W.

Haim, Alexander

Haydn, Joseph

Henze, Hans-Werner

Hesse, Lutz-Werner

Hoch, Peter

Hummel, Johann Nepomuk

Hunter, Ch.

Händel, Georg Friedrich;


*23. Februar 1685 in Halle, †14. April 1759 in London

23.2.1685 geboren in Halle als Sohn des Arztes Georg Händel und seiner Ehefrau Dorothea, geb. Taust.

1694 Beginn der musikalischen Ausbildung durch Friedrich Wilhelm Zachow, dem bekanntesten Organisten der Stadt.

1702 Erste Organistenstelle an der Schloß- und Domkirche in Halle.

1703 Übersiedelung nach Hamburg, Mitglied im Orchester der von Reinhard Keiser geleiteten Oper am Gänsemarkt.

1705 UA der ersten Oper Almira in Hamburg.

1706 Abreise nach Italien, um dort die Oper zu studieren.

1707 UA der Oper Rodrigo in Florenz.

1708 Aufenthalt in Rom. Über den musikliebenden Kardinal Ottoboni, von dem das Libretto zu Händels erstem Oratorium stammt, lernt er berühmte Musiker

kennen, darunter Arcangelo Corelli, Domenico und Alessandro Scarlatti. Das Oratorium La Resurrezione wird unter Mitwirkung von Corelli im Palazzo Bonelli des Marchese Ruspoli in Rom uraufgeführt.

1710-1712 Aufgrund des Erfolges seiner 1709 in Venedig uraufgeführten Oper Agrippina verdankt Händel die Ernennung zum Hofkapellmeister und Nachfolger von Agostino Steffani am Hof von Hannover, wo er zwei Jahre lang Dienst tut. Im Herbst des Jahres 1710 erste England-Reise und UA der Oper Rodelinda, die ein ungewöhnlicher Erflolg wird.

1711 Rückkehr aus London nach Hannover

1712 Zweite London-Reise - in Händel reift der Entschluß ganz in England zu bleiben.

1713 UA des Utrecht Te Deums.

1715 Entstehung der Water Music (1. Suite).

1717 UA der Water Music (2. Suite).

1717-172 0In den Diensten des Herzogs von Chandos.

1720 Musikdirektor der Royal Academy of Music. UA von Radamisto am King's Theatre, in London, weiter 13 Opern folgen bis 1728.

1724 UA von Giulio Cesera in Egitto und Tamerlano.

1727 UA Coronation Anthems für Georg II.

1728 Schließung der Royal Academy of Music.

1729 Reise nach Italien, um dort Sänger für die Oper nach London zu engagieren.

1730 Tod der Mutter am 27.12. in Halle.

1732 UA des Oratoriums Esther.

1735 UA der Oper Alcina.

1736 UA der Water Music (3. Suite) und des Alexander's Feast or the Power of Music.

1737 Reise nach Aachen zur Kur. Vermutlich hatte Händel einen Schlaganfall erlitten.

1739 UA des Oratoriums Saul und von Israel in Egypt.

1741 UA von Händels letzter Oper Daidamia in London. Reise nach Irland.

1742 UA des Messiah in Dublin.

1743 UA des Dettinger Te Deum in London.

1749 UA der Music for the Royal Firework in London.

1751 Händel beginnt zu Erblinden.

1752 UA des Oratorium Jephta.

1752 Eine Augenoperation soll die fortschreitende Erblindung des Komponisten aufhalten.

1757 UA des Oratoriums The Triumph of Time and Truth in London.

14.4.1759 Tod des Komponisten in London. Beisetzung in Westminster Abbey am 20.4.1759.


Werke:


Konzert für Cembalo und Zupforchester

Feuerwerksmusik

Orgel-Konzert Nr

Konzert B-Dur, op.4, Nr.6

Suite Nr.4 in d-Moll für ZO

Tänze und Spielstücke

aus der Oper “Ariodante”

Hässler, J.W.;


1747–1822, leider noch keine weiteren Information

Werke:


1. Sonate für Altblockflöte und ZO


Haim, Alexander;


Haim (ursprünglich Heinz Günther) Alexander wurde am 9. Aug. 1915 in Berlin als zweites Kind von Emil und Elfriede Alexander, geb. Schuftan, geboren. Die Weichen seiner musikalischen Entwicklung wurden früh gestellt. Seine Mutter spielte Klavier und seine Schwester sang. Schon im Alter von drei Jahren zeigte Alexander großes musikalisches Talent; er konnte Melodien nach dem Gehör am Klavier spielen. Im Alter von fünf Jahren begann er eine musikalische Ausbildung mit Unterricht in Klavier. 1923 starb Emil Alexander, woraufhin die Familie in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Um ihm eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen, wurde Alexander im Auerbachschen Waisenhaus untergebracht. Dort konnte er auch seinen Klavierunterricht fortsetzen. Er verbrachte den Rest seiner Kindheit in dem jüdischen Heim und begleitete später in der Schulsynagoge auch den Gottesdienst auf dem Harmonium. Seine Mitgliedschaft im Berliner Knabenchor machte ihn mit alter Musik vertraut. Diese frühe Erfahrung mit dem Chorgesang sollte ihn nachhaltig prägen, schrieb er doch später eine große Anzahl von Chorwerken.

Schon während seiner frühen Jugend komponierte Alexander als Autodidakt. Beeinflusst von der Musik Felix Mendelssohn Bartholdys schrieb er Stücke im spätromantischen Stil sowie Jazzlieder für seine Schwester Liselotte Alexander, die sich dem Jazz widmete und sogar einen europäischen Preis als Jazz-Sängerin gewann. Im Jahr 1931 erhielt Alexander ein Stipendium am Sternschen Konservatorium in Berlin, wo er Klavier und Theorie studierte, bis 1933 die Nationalsozialisten das Konservatorium übernahmen. Um seinen Lebensunterhalt zu sichern, unterrichtete er bis zu seiner Emigration Klavier und spielte Harmonium an der Liberalen Synagoge Norden in der Schönhauser Allee.

Als Emil Hauser 1936 in Berlin um neue Schüler warb, emigrierte Alexander noch im selben Jahr nach Palästina. Seine Schwester sollte zu einem späteren Zeitpunkt in die USA emigrieren; seine Mutter wurde 1942 deportiert. Kurze Zeit nach seiner Ankunft nahm Alexander in Jerusalem seine Musikstudien an der Palestine Academy and Conservatory for Music (später Rubin Academy of Music) auf. Sein erster Kompositionslehrer war Stefan Wolpe, mit dem er bereits in Berlin gearbeitet hatte. Des Weiteren studierte er Klavier bei Irma Schönberg-Wolpe und Ilona Vincze-Kraus und sang im Konservatoriumschor. Als Stefan Wolpe 1938 das Land verließ, setzte Alexander seine Kompositionsstudien bei Hanoch Jacoby fort. Dieser führte ihn in die dodekaphone Musik und die theoretischen Anschauungen Paul Hindemiths ein. 1937 begann Alexander seine Tätigkeit als freiberuflicher Dozent und Pianist für den Palestine Broadcasting Service (später Kol Israel). Die Studiengebühren finanzierte er sich außerdem als Jazzpianist in verschiedenen Bars und Hotels in Jerusalem. Am 6. Jan. 1941 heiratete er Ruth Rosenbaum, die ebenfalls aus Deutschland immigriert war. Während des Zweiten Weltkriegs und des Unabhängigkeitskriegs diente er in der militärischen Organisation Haganah.

Nach seiner Graduierung im Jahr 1945 unterrichtete Alexander bis zu seiner Pensionierung 1982 Komposition, Cembalo und Klavier an der Jerusalemer Rubin Academy of Music, zunächst als Dozent, von 1971 an als Professor für Komposition und ab 1976 als Leiter der theoretischen Abteilung des Instituts. Des Weiteren war er Gastprofessor an den Musikabteilungen der Tel Aviv University (1972-1977) und der Hebrew University. Zudem unterrichtete er 1971 und 1977 Improvisation am Jaques-Dalcroze-Institut in Genf und war 1978 Dozent an der New York University. Drei Stipendien des DAAD und Kompositionskurse führten ihn – trotz anfänglichen Zögerns – wieder nach Deutschland. So nahm er 1958, 1962 und 1964 an den Darmstädter Ferienkursen teil und studierte 1962 und 1964 an der Freiburger Musikhochschule bei Wolfgang Fortner.

Alexanders Kompositionen entwickeln sich häufig aus Improvisationen, die sich nach zahlreichen Revisionen zu endgültigen Fassungen verdichten (AlexanderH 2003). Eine gute Anzahl von Werken basiert auf Reihen. Alexanders Schaffen ist unterschiedlichen Stilen und Techniken verpflichtet: der nachromantischen Chromatik, Volkslied-Inspirationen, Motettentechnik mit Imitationen und diatonischem Choralstil, dichter Atonalität und leichtem Lyrizismus sowie modalem Neoklassizismus. Michael Wolpe unterteilt Haim Alexanders Stilpluralismus in drei Phasen (WolpeM 1988). Die Kompositionen der ersten Periode (bis ca. 1960) sind von der Musik des Nahen Ostens und des ost-mediterranen Stils beeinflusst. Die zweite Periode (ca. 1962-1972) beschreibt Alexander selbst als dodekaphon und avantgardistisch; der serielle Stil ist auf die Zusammenarbeit mit Fortner zurückzuführen. Die dritte Schaffensperiode (nach 1972) ist eine Synthese der beiden ersten und weist größere Freiheiten in Bezug auf Form und Material auf. Diese Stilvielfalt hatte Alexander seit Beginn seiner kompositiorischen Tätigkeit angestrebt (HirshbergJ 1999).

1971 wurde Alexander vom israelischen Bildungsministerium beauftragt, traditionelle jüdische Weisen (liturgische und weltliche) aus den National Sound Archives in Jerusalem zu transkribieren. Diese Melodien arbeitete er in viele seiner anschließend entstandenen Kompositionen ein. Das Trio für Violine, Violoncello und Klavier (1997) und das einsätzige Klaviertrio „Orientalische Phantasien“ (2002) sind beispielhaft für die Verarbeitung folkloristischer Elemente. Ein weiterer wichtiger Einfluss auf Alexander ist die Kontrapunktik Johann Sebastian Bachs. Die vier Lieder „Mein blaues Klavier“ (1995) nach Gedichten von Else Lasker-Schüler verdeutlichen dies ebenso wie die Orgelsonate „Die westöstliche Brücke (Geschichten aus Jerusalem)“ (1998), deren erster Satz eine Hommage an Johann Sebastian Bach ist, mit Anklängen an das Präludium Nr. 2 in C-Moll aus dem „Wohltemperierten Clavier“. In Alexanders Schaffen dominieren Klavier- und Kammermusik, Stücke mit pädagogischer Zweckbestimmung und Chormusik. Seine Kompositionen gelten als Brücke zwischen westeuropäischen und orientalischen Traditionen.

Haim Alexanders weit über hundert Kompositionen umfassendes Œuvre wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 1996 mit dem ACUM-Preis der israelischen Verwertungsgesellschaft für Musik und 2001 mit dem Musikpreis des israelischen Ministerpräsidenten und dem Preis der Stadt Jerusalem. Seine Werke werden vom Israelischen Musikinstitut, Israeli Music Publications und Merkaz Letarbut Ulechinuch des Histadrut verlegt. Alexander lebt mit seiner Frau Ruth in Jerusalem.

Werke:


Orchester-, Chor- und Klavierwerken auch Kammermusik sowie Musik für Solostimmen und Instrumentalensemble und Lieder.


Hassse, Johann Adolf;


Geb. 25. März 1699, gest. 23. Dezember 1783

Hasse wurde in Bergedorf nahe Hamburg geboren und erhielt seine früheste musikalische

Ausbildung von seinem Vater. Da er eine schöne Tenorstimme hatte, trat er 1718 der Operntruppe

von Reinhard Keiser bei. Sein Erfolg führte zu einem Engagement am Hoftheater von

Braunschweig-Lüneburg, wo er 1721 sein Debüt als Komponist mit der Opera seria Antioco hatte.

Der Erfolg dieses ersten Werks veranlasste den Herzog, Hasse zur Vervollständigung seiner

Studien nach Italien zu schicken. 1722 ging er nach Neapel, studierte zunächst kurze Zeit bei

Porpora, mit dem er allerdings weder als Mensch noch als Künstler auskam. Andererseits gewann

er die Freundschaft von Alessandro Scarlatti, dem er seinen ersten Auftrag für eine Serenade zu

zwei Singstimmen verdankte; sie wurde bei einer Familienfeier eines wohlhabenden Kaufmanns

von zwei der berühmtesten italienischen Sänger, Farinelli und Signora Tesi, gesungen. Bereits im

November 1723 brachte er Tigrane auf die Bühne.

Seine Beliebtheit wuchs, und seine Oper Sesostrato machte ihn 1727 geschrieben für die

königliche Oper in Neapel, machte ihn (unter dem Beinamen il Sassone (der Sachse)) in ganz

Italien bekannt. Im selben Jahr ging er als Kapellmeister nach Venedig, wo er der gefeierten

Mezzosopranistin Faustina Bordoni (*1700 in Venedig) begegnete, die 1730 seine Frau wurde. Die

beiden Künstler nahmen bald darauf ein großzügiges Angebot des Kurfürsten August II. von

Sachsen wahr, nach Dresden zu kommen. Hasse blieb nach dem Erfolg mit der Oper Cleofide dort

zunächst zwei Jahre, reiste dann wieder nach Italien, wo das Ehepaar Triumphe feiern konnte.

1733 ging er nach London. Hier wurde er von der Clique, die Händel feindlich gesinnt war,

angestachelt, dessen Rivale zu werden. Dies lehnte er jedoch ab (möglicherweise weil er Händel

als den Überlegenen sah) und blieb nur lange genug, um die Proben für seine Oper Artaserse

(zuerst 1730 in Venedig aufgeführt) zu beaufsichtigen.

Nach dem Tod Augusts II. ließ sich das Ehepaar Hasse 1739 dauerhaft in Dresden nieder. Unter

seiner Leitung wurde die Dresdner Hofkapelle zu einem der besten Orchester in Europa. 1756

machte der Kriegsausbruch dem Opernleben in Dresden vorläufig ein Ende. Nach dem Tod des

Kurfürsten Friedrich August 1763 wurde er ohne Pension entlassen (Sachsens Staatshaushalt war

in Finanznot). Aber Hasse war noch zu jung, um sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Er ging

mit seiner Familie nach Wien und fügte seinen zahlreichen Werken weitere Opern hinzu. Hasse

wurde der Lieblingskomponist der Kaiserin Maria Theresia. Sein letztes Bühnenwerk war 1771 die

Oper Ruggiero, geschrieben für die Hochzeit von Erzherzog Ferdinand von Österreich in Mailand.

Bei derselben Gelegenheit wurde ein Werk des vierzehnjährigen Mozart aufgeführt, und Hasse

bemerkte "dieser Bursche wird uns alle übertreffen". Auf Wunsch seiner Frau ließ sich Hasse an

ihrem Geburtsort Venedig nieder, wo er starb. Seine letzte Ruhestätte hat er dort in der Kirche

San Marcuola.

Seine Kompositionen umfassen über 60 Opern (viele davon in verschiedenen Fassungen), daneben

Litaneien, Oratorien, Kantaten, Messen und fast jede Art von Instrumentalmusik (u.a. Konzerte,

Sonaten, Trios). Während der Bombardierung Dresdens durch die preußische Armee im Jahr 1760

verbrannte seine Bibliothek und damit die meisten seiner Manuskripte, die für eine Gesamtausgabe

auf Kosten des Kurfürsten gesammelt worden waren.

Hasses Opernwerk erreichte nicht das Niveau Händels, jedoch hat er - zusammen mit dem

Librettisten Pietro Metastasio - über vier Jahrzehnte lang die Musikgeschichte der Rokokozeit

beeinflusst. Er hatte einen Vorrat an sanften und ungekünstelten Melodien, und dieser Tatsache

muss seine enorme Beliebtheit während seines Lebens zugeschrieben werden. Er war einer der am

meisten gefeierten Komponisten seiner Zeit (Leopold Mozart nannte ihn den „Musick-Vatter“).

Seine Intermezzi und Ouvertüren hatten auf die Entwicklung des sinfonischen Schaffens in

Norddeutschland beträchtlichen Einfluss. Die beiden Lieder etwa, die Farinelli dem melancholischen

König Philipp V. von Spanien zehn Jahre lang jeden Tag vorsingen musste, stammten beide von

Hasse.

Da der Schwerpunkt seines Schaffens auf dem Gebiet der – modischen Tendenzen unterliegenden

– Oper lag, verblasste jedoch sein Ruhm nach 1775 rasch.

Werke:


Antioco (Apostolo Zeno, Pietro Pariati; Braunschweig 1721)

Tigrane (Francesco Silvani; Neapel 1723)

Sesostrate (Antonio Carasale; Neapel 1726)

Attalo, Re di Bitinia (Silvani; Neapel 1728)

Artaserse (Pietro Metastasio; Venedig, Karneval 1730; London 1734 als Pasticcio mit Arien von Nicola Porpora, Riccardo Broschi und Attilio Ariosti)

Se del fiume, from Artaserse (1730–1734) ?/i

Cleofide (Metastasio, bearbeitet von Michelangelo Boccardi; Dresden 1731 (Digitalisat)

Demetrio (Metastasio; Venedig 1732)

Siroe, Re di Persia (Metastasio; Bologna 1733)

La clemenza di Tito (Metastasio; Pesaro 1735)

Irene (Stefano Benedetto Pallavicino; Dresden 1738)

Alfonso (Stefano Benedetto Pallavicino; Dresden 1738)

Lucio Papirio (Zeno; Dresden 1742)

Didone abbandonata (Metastasio; Dresden 1742)

Antigono (Metastasio; Hubertusburg bei Dresden 1743)

Ipermestra (Metastasio; Wien 1744)

Semiramide riconosciuta (Metastasio; Venedig 1744)

Arminio (Claudio Pasquini; Dresden 1745)

La Spartana generosa (Pasquini; Dresden 1747)

Leucippo (Pasquini; Dresden 1747)

Demofoonte (Metastasio; Dresden 1748)

Attilio Regolo (Metastasio; Dresden 1750)

Ciro riconosciuto (Metastasio; Dresden 1751)

Adriano in Siria (Metastasio; Dresden 1752)

Solimano (Giovanni Ambrogio Migliavacca; Dresden 1753)

L'eroe cinese (Metastasio; Hubertusburg 1753)

Artemisia (Giovanni Ambrogio Miglivacca; Dresdener Hoftheater 6. Februar 1754)

Il re pastore (Metastasio; Hubertusburg 1755)

L'Olimpiade (Metastasio; Dresden 1756)

Achille in Sciro (Metastasio; Neapel 1759)

Zenobia (Metastasio; Warschau 1761)

Il trionfo di Clelia (Metastasio; Wien 1762)

Romolo ed Ersilia (Metastasio; Innsbruck 1765)

Piramo e Tisbe (Marco Coltellini; Wien 1768)

Il Ruggiero (Metastasio; Mailand 1771)


Oratorien

Il cantico de' tre fanciulli (Stefano Benedetto Pallavicino; Dresden 1734)

I pellegrini al Sepolcro (Stefano Benedetto Pallavicino; Dresden 1742)

La conversione di Sant' Agostino (Maria Antonia Walpurgis von Sachsen; Dresden 1750)

Ci'l un parantê und parsol scelopgrini (Stefano Benedotto Pallavicino;Dresden 1744)

Kirchenmusik [Bearbeiten]

Beatus vir

Confitebor tibi, F-Dur

Dixit Dominus, C-Dur

Missa ultima in g (Venedig 1783)

Messe in d (1751, zur Einweihung der kath. Hofkirche)

Messe in a

Miserere in d

Miserere in F

Miserere in c

Regina coeli in D

Requiem C-Dur (1763, zur Beisetzung Friedrich Augusts II.)

Requiem Es-Dur

Salve Regina in A

Salve Regina in F

Te Deum (1751, zur Einweihung der kath. Hofkirche (Dresden))

Venite pastores. Motetto pastorale


Haydn, Joseph;


*31.März1732in Rohrau, †31.Mai 1809in Wien


31.3.1732 geboren in Rohrau (Österreich) als Sohn des Wagners Mathias Haydn und seiner Ehefrau Anna-Maria, geb. Koller.

1737 Erster Musikunterricht bei Johann Mathias Frankh.

1740-1749Sängerknabe am Wiener St. Stephansdom und erste Kompositionsversuche. Ab 1749 Musiklehrer und freischaffender Komponist, Begleiter der Schüler des

Komponisten Nicola Porpora.

1757 Festanstellung als Musikdirektor beim Grafen Franz Morzin.

1761 Durch die Auflösung der Kapelle des Grafen Morzin aus wirtschaftlichen Gründen, tritt Haydn in die Dienste des Fürsten Paul Esterhzy und ist dort zunächst zweiter kapellmeister.

1762 Nach dem Tod von Nikolaus Esterházy tritt sein Bruder Paul die Nachfolge an. Der Fürst ist ein passionierter Barytonspieler und Haydn komponiert für ihn im Laufe der Jahre ingesamt 126 Trios für Viola, Baryton (eine Gambenart) und Violoncello.

1763 UA von Arcide e Galatea anläßlich der Hochzeit von Anton Esterházy.

1764 Erstmals erscheinen sechs Sinfonien im Druck.

1765 Haydn beginnt, ein Werkverzeichnis anzulegen.

1768 Zur Eröffnung des neu gebauten Opernhauses in Esterhaza komponiert Haydn die Oper Lo speziale (Der Apotheker). Mit dem Brand des Opernhauses

1779 ging die große Zeit der Opernaufführungen in Esterhaza zu Ende. Viele Partituren verbrannten damals.

1772 Ignatz Pleyel wird Schüler von Haydn.

1777 UA von Il mondo della luna (Die Welt auf dem Monde).

1779 UA von La vera costanza. Am 18.11.1779 Brand des Opernhauses von Schloss Esterháza. ab 1780 Haydns Ruhm ist inzwischen auch ins Ausland gedrungen. Er erhält Aufträge für Londoner Konzerte und komponiert einige Sinfonien für London und Paris.

1790 Tod von Nikolaus Esterhazy und Auflösung des Orchesters unter seinem

Nachfolger Anton. Zwar bleibt Hayn nominell fürstlicher Kapellmeister ist aber vom Dienst freigestellt und erhält eine ansehnliche Jahrespension, so dass seine finanzelle Situation sicher gestellt ist. Der Impresario Johann Peter

Salomon lädt ihn ein, nach England zu kommen, um dort Konzerte zu geben. Das intensive Musikleben der Metropole London begeistert Haydn. Er hört dort u.a. Händels Oratorium Der Messias und Israel in Ägypten.

1791 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Oxford.

1792 Rückkehr Haydns nach Wien. UA der Sinfonia concertante B-Dur und der Sinfonie G-Dur mit dem Paukenschlag in London. Beethoven wird Haydns Schüler in Wien.

1793 Streichquartette op. 71 entstehen, die Haydn dem Grafen Appónyi widmet.

1794 Zweite Englandreise. UA der Sinfonie Die Uhr am 3.3.1794 in London. Empfang beim König und der Königin. Das Herrscherpaar versucht, Haydn zu überreden, sich in London niederzulassen.

1795 UA der Sinfonie mit dem Paukenwirbel am 2.3. in London.

1795 verläßt Haydn London und reist nach Wien zurück.

1796 Entstehung des Trompetenkonzerts für den Wiener Hoftrompeter Anton Weidlinger.

1797 In London hatte Haydn des öfteren die Nationalhymne God save the King gehört und dem Plan gefaßt, ein deutsche Nationalhymne zu schreiben. Er

komponierte die Kaiserhymne Gott erhalte Franz den Kaiser. Aufnahme in die Wiener Tonkünstler Sozietät.

1798 Erste private Aufführung des Oratoriums Die Schöpfung in Wien. UA der Nelsonmesse in Eisenstadt.

1799 Erste öffentliche Aufführung der Schöpfung am 19.3. in Wien.

1800 Am 24.12. wurde die Schöpfung erstmals in Paris aufgeführt. Die Karten waren bereits zwei Wochen vorher ausverkauft. Auf dem Weg zur Vorstellung wurde Napoleon Bonaparte beinahe Opfer eines Attentats.

1801 Am 24.4. erste öffentliche Aufführung des Oratoriums Die Jahreszeiten.

1803 Verleihung der goldenen Salvator-Medaille der Stadt Wien.

1805 Ernennung zum Mitglied des Pariser Conservatoire.

1807 Ernennung zum Mitglied der Pariser Société académique des enfants d'Apollon.

1808 Am 27.3. letzter öffentlicher Auftritt von Haydn, dessen Gesundheit bereits sehr angegriffen ist und der im Rollstuhl sitzt, anläßlich einer Aufführung der Schöpfung.

31.5.1809 gestorben in Wien.

Werke:



Henze, Hans-Werner;


1.7.1926 geboren in Gütersloh

1942 Ausbildung an der Staatl. Musikschule in Braunschweig.

1944 Militärdienst.

1945 Tätigkeit als Korepititor.

1946 Studium der Kirchenmusik bei Wolfgang Fortner in Heidelberg.

1948 UA der ersten Sinfonie in Bad Pyrmont.

1949 UA der Oper "Die Bassarieden" in Heidelberg.

1950 Künstlerischer Leiter und Dirigent des Balletts am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

1953 Übersiedelung nach Italien.

1956 UA der Oper "König Hirsch" in Berlin.

1958 UA des Balletts "Undine" am Royal Opera House Covent Garden, London.

1960 UA der Oper "Der Prinz von Homburg" in Hamburg.

1961 UA "Elegie für junge Liebende" bei den Schwetzinger Festspielen.

1962 Lehrtätigkeit (Kompostion) am Salzburger Mozarteum.

1965 UA der Oper "Der junge Lord".

1966 Filmmusik zu Volker Schlöndoffs Film "Der junge Törless", "Die Bassariden" bei den Salzburger Festspielen.

1969-1970Aufenthalt in Havanna, Cuba, dort UA der sechsten Sinfonie.

1971 UA von "Der langwierige Weg in die Wohnung der Natascha Ungeheuer" in Rom.

1976 UA von "We Come to the River" (musikalische Aktion) in London.

1976 UA von "Don Quichotte" nach Paisiello in Montepulciano.

1979 Ballett-UA von "Orpheus" an der Staatsoper Stuttgart.

1983 UA von "Die englische Katze" in Schwetzingen.

1984 Vollendung der siebten Sinfonie.

1988 Mitbegründer und Leiter der ersten Münchner Biennale für neues Musiiktheater.

1989 Buchveröffentlichung des Komponisten: Wie "Die Englische Katze" entstand.

Ein Arbeitsjournal. Fischer Verlag, 1989

1990 UA der Oper "Das verratene Meer" an der Deutschen Oper Berlin.

1997 UA der Oper "Venus und Adonis" in München.

2002 In Paris werden bei einem "Henze-Festival" alle zehn Sinfonien aufgeführt, viele davon als franzöische Uraufführungen. Der Komponist reist nach Paris und ist bei einem Teil der Konzerte anwesend.

2003 UA der Oper "L'Upupa oder der Triumph der Sohnesliebe" als Auftragswerk der Salzburger Festspiele in der Inszenierung von Dieter Dorn. Die UA wird von Christian Thielemann dirigiert und entstand als Koproduktion mit der Deutschen Oper Berlin, dem Maggio Musicale Fiorentiono und dem Teatro Real de Madrid.


Werke:



Hesse, Lutz-Werner;


Lutz-Werner Hesse wurde 1955 in Bonn-Bad Godesberg geboren. Er studierte zunächst Schulmusik und Komposition bei den Professoren Günter Fork und Jürg Baur an der Kölner Musikhochschule (Abschluss 1. und 2. Staatsexamen sowie Künstlerische Reifeprüfung), später noch Musikwissenschaft, Lateinische Philologie und Alte Geschichte an der Universität zu Köln (Abschluss Promotion). Seit 1984 ist er hauptamtlicher Dozent, heute Professor, an der Abteilung Wuppertal der Hochschule für Musik Köln für die Fächer Musikwissenschaft, Musiktheorie und Gehörbildung.

1998 wurde auf seine Initiative hin die "Bergische Gesellschaft für Neue Musik" (BeGNM) gegründet, deren Vorsitzender er ist. Die BeGNM richtet seitdem die "Bergische Biennale für für Neue Musik" aus. Seit 2004 ist er überdies Vorsitzender der "Konzertgesellschaft Wuppertal", Förderverein für das Sinfonieorchester Wuppertal. Mehrfach war er in Jurys von Kompositionswettbewerben vertreten, so zuletzt im Oktober 2006 beim "2nd International Mandolin Competition" in Osaka, Japan.

Der Schwerpunkt von Hesses kompositorischer Arbeit liegt im kammermusikalischen und im orchestralen Bereich. Dabei bevorzugt er Gattungen, die auf eine reiche Tradition zurückblicken können. So gibt es mittlerweile vier Streichquartette (das vierte mit Altsolo) und u.a vier Symphonien, das Konzert für Orchester und je ein Violin- und ein Hornkonzert (für Ulrike Anima Mathé bzw. Marie-Luise Neunecker komponiert und von beiden mit großem Erfolg uraufgeführt). Sein bisher erfolgreichstes Werk ist die Komposition "Vita di San Francesco - Elf Stationen aus dem Leben des heiligen Franziskus von Assisi" für Orgel und dreizehn Gongs, das mittlerweile über vierzig Mal aufgeführt wurde.

Hesse erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge, wie z.B. für die "Dritte Symphonie für großes Orchester und Orgel" op. 34 für die 100-Jahrfeier der Historischen Stadthalle am Johannisberg in Wuppertal, für die "Franziskus-Visionen" op. 36, ein Orchesterwerk für das Philharmonische Orchester Kiel und Vierte Symphonie "...abhanden gekommen". Für das Landespolizeiorchester NRW komponierte er sein erstes Werk für symphonisches Blasorchester mit dem Titel "Sky Train". "Die Werkstatt

der Schmetterlinge" ein musikalisches Bilderbuch für Orchester nach dem Buch von Gioconda Belli op. 58, ein Auftragswerk des Beethovenorchesters Bonn, wurde dort im Rahmen eines Familienkonzertes in Verbindung mit dem Beethoven Orchester und "Müllers Marionettentheater" aus der Taufe gehoben. Gegenwärtig arbeitet Hesse an diversen Kammermusikwerken. Das Konzert für Mandoline und Streichorchester, im Auftrag des Musikverlags Vogt & Fritz komponiert, war Pflichstück beim Yasuo- Kuwahara-Wettbewerb 2008 und wurde im Rahmen des Abschlusskonzerts von der ersten Preisträgerin Alla Tolkacheva uraufgeführt. Hesses Werke wurden in vielen Ländern Europas, aber auch in den Vereinigten Staaten von Amerika und in Japan aufgeführt. Die Rundfunkanstalten von WDR, SR und SWR produzierten seine Werke oder schnitten sie bei Konzerten mit. Mehrfach war Hesse Preisträger von Kompositionswettbewerben, so z.B. 1986 und 1987 beim

war Hesse Preisträger von Kompositionswettbewerben, so z.B. 1986 und 1987 beim "Forum junger deutscher Komponisten". Im Jahr 2001 erhielt er den Preis der "Enno und Christa Springmann-Stiftung".


Werke:


Werke für und mit Orchester

Drei Nachtstücke für großes Orchester op. 5 (1984)

Erste Symphonie für großes Orchester op. 12 (1985)

Konzert für Orchester op. 13 (1986/ 1987), UA 1988

Neue Wandererfantasie für Orchester op. 23 (1995/1996)

Zweite Symphonie für großes Orchester op. 24 (1990/ 97)

Konzert für Horn und Orchester op. 32 (1998/ 99)

Dritte Symphonie für großes Orchester und Orgel op. 34 "Le Tombeau de

Vierne" (1999/ 2000

Scherzo für großes Orchester op. 35 (2001)

Franziskus-Visionen für großes Orchester op. 36 (2000/2001)

Konzert für Violine und Orchester op. 38 (2001/ 02)

Tian yu di - Himmel und Erde, Konzert für Zheng und Orchester op. 42 (2003),

Erste Kammersymphonie "In Memoriam Dmitri Schostakowitsch" op. 43 für

Streichorchester (2004)

Variationen ohne Thema für großes Orchester op. 45 (2005)

Infinite Landscape - Two Orchestral Pictures op. 44 (2004/ 05)

Konzert für Mandoline und Streichorchester op. 52 (2007)

Vierte Symphonie für gr. Orchester op 47 "...abhanden gekommen" (2006)

Die Werkstatt der Schmetterlinge - Musik für Orchester nach dem Buch von

Gioconda Belli op. 58 (2008)

"Sky Train" für sinfonisches Blasorchester op. 54 (2007)


Kammermusik (vokal/instrumental)

Sonata piccola für zwei Gitarren op. 11(1986)

Partita für Mandoline und Gitarre op. 20 (1995)

Sonata piccola für Mandoline und Gitarre op. 11a (1996)

Divertissement für Flöte und Gitarre op. 22 (1992/ 96)


Soloinstrumente

Movimenti per chitharra op. 15 (1988, Neufassung 1992)

Préludes für Mandoline solo op. 25 (1995/ 96)


Verschiedene Besetzungen

Nacht- und Tagstücke für Zupforchester op. 31 (1998)

Von der Wolga zum Amazonas. Zwei - nicht ganz ernst gemeinte - Cantusfirmus-Stücke für Zupforchester op. 61


Hoch, Peter;


Geboren 1937 in Pirmasens/Pfalz.


Nach dem Musiklehrerexamen Kompositionsstudium an der Badischen Hochschule für Musik in Karlsruhe und an der Staatlichen Hochschule für Musik in Saarbrücken (Meisterklasse für Komposition bei Heinrich Konietzny). Teilnahme an den "Internationalen Ferienkursen für Neue Musik" in Darmstadt. 1964-1968 Studien bei Henri Pousseur und Karlheinz Stockhausen in Köln. In den Jahren bis 1974 zunächst freischaffend, dann Fachlehrer für Musik im Schuldienst.


Das kompositorische Schaffen wurde u.a. durch die musikpädagogische Tätigkeit beeinflusst, die von 1974 bis 2001 als Dozent und stellv. Direktor der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen mit Schwerpunkt in der Musiklehrer-Fortbildung und der Vermittlung Neuer Musik ausgeübt wurde. Daraus resultieren u.a. Kompositionen für Kinder, Jugendliche (z.B. für "Jugend musiziert") und für Amateurensembles.


Die künstlerische Tätigkeit erstreckt sich über die Bereiche Komposition - Musikalische Graphik und Freie Improvisation, daneben Beschäftigung mit Malerei und Lyrik (Ausstellungen, Lesungen, Publikationen).


Œuvre: Solo- und Kammermusik, Orchesterwerke, Oratorien, Hörspiele und experimentelle Musik, z.T. unter Einbezug improvisatorischer Formen.


Publikationen im In- und Ausland, darunter zahlreiche musikpädagogische Beiträge in Fachzeitschriften. Aufführungen und Workshops mit Neuer Musik und Improvisation u.a. im Centro di Ricerca e di Sperimentazione per la Didattica Musicale in Florenz, bei den Internationalen Studienwochen für zeitgenössische Musik und dem Festival für Neue Musik in Lüneburg, beim 3. Bayreuther Wochenende für Neue Musik, beim Symposium der Japan Electronic Music Instrument Education Society 1990 in Tokyo, beim 12. Kongress des Verbandes deutscher Musikschulen in Braunschweig, beim Internationalen Haiku-Symposium 1994 im Japanischen Kulturinstitut Köln, beim Landeskongress der Musikpädagogik Baden-Württemberg 2001, beim Weltmusikfestival 2001 in Yokohama/Japan.


Kompositionspreise (u.a. vom Kultusministeriums Rheinland-Pfalz und vom Südwestfunk). Beim Projekt "Neue Kammermusik für Musikschulen" vom Verband deutscher Musikschulen 2001 und 2003 wurden mehrere Werke auserwählt.


Mitglied des Deutschen Komponistenverbandes, des Rings für Gruppenimprovisation, und des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung, Darmstadt. Als Bildender Künstler Mitglied im Kunstverein Trossingen.

Werke:


Harlekin-Suite

soundframes nr.2

Zymba

Circle Ia - für Gitarre und Handtrommel

Neues Spielbuch für Gitarre (1984)

Zeitgerinnsel

5 Stücke für eine oder mehrere Gitarren

Elegie

Parabeln

String Zim

Haiku

Hummel, Johann Nepomuk;


Geb. 14. November 1778 in Preßburg, Österreich-Ungarn (heute Slowakei), gest. 17. Oktober

1837 in Weimar Johann Nepomuk Hummel war ein österreichischer Komponist und Pianist. Seine Musik stellt den Übergang von der klassischen zur romantischen Ära dar. Sein Vater Josef Hummel war Direktor der Kaiserlichen Militärmusikschule und Dirigent des Theaterorchesters.

Wolfgang Amadeus Mozart war von Hummels Fähigkeiten so beeindruckt, dass er ihm im Alter von sieben Jahren Musikunterricht anbot. Die Ausbildung dauerte zwei Jahre, und mit neun hatte Hummel seinen ersten Auftritt als Pianist. Anschließend ging er auf Tournee durch Europa, nahm dann den Unterricht bei Muzio Clementi in London auf, wo er vier Jahre blieb, bevor er nach Wien zurückkehrte, um sich bei Johann Georg Albrechtsberger, Joseph Haydn und Antonio Salieri weiter ausbilden zu lassen.

1804 folgte er Joseph Haydn auf dessen Empfehlung als Kapellmeister beim Fürsten Esterházy, wo er sieben Jahre blieb, bis er (wegen Untätigkeit) entlassen wurde. Es folgte eine Tournee durch Russland und Europa und die Heirat mit der Opernsängerin Elisabeth Röckel. 1816 bis 1818 war er Hofkapellmeister in Stuttgart und seit 1819 an der Staatskapelle Weimar.

Neben seinen Kompositionen (er schrieb Opern, sieben Konzerte bzw. Concertinos für Klavier und Orchester, Klaviersonaten und -etüden, Kammermusik, Kirchenmusik und anderes) wurde die moderne Klaviermusik von Hummel auch dadurch beeinflusst, dass er Carl Czerny unterrichtete, der wiederum der Lehrer von Franz Liszt war. Hummels Einfluss ist auch in den frühen Werken von

Frédéric Chopin und Robert Schumann erkennbar.

In seiner Zeit in Deutschland, 1828, publizierte er die Ausführliche theoretisch-praktische Anweisung zum Piano-Forte-Spiel, ein Lehrbuch, in dem (unter anderem durch Hinweise auf den Fingersatz) ein neuer Stil des Klavierspiels gelehrt wurde.

Werke:



A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z

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