Komponisten
Lexikon B
Komponisten
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Bach, Johann Sebastian;
*21. März/ 31. März 1685 in Eisenach;
*† 28. Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist,
Orgel- und Klaviervirtuose des Barock. Er ist heute einer der bekanntesten Tonschöpfer überhaupt, dessen Musik spätere Komponisten wesentlich beeinflusst hat und dessen Werke im Original und in zahllosen Bearbeitungen weltweit präsent sind.
Bach erlernte das Instrumentenspiel schon im Kindesalter bei seinem Vater, erweiterte seine Fertigkeiten später bei seinem Bruder in Ohrdruf sowie an der Michaelisschule in Lüneburg. Schon als er im Alter von 17 Jahren war, galt sein Spiel auf Tasteninstrumenten als virtuos.[1] Es folgten Anstellungen als Musiker an der Kapelle des Prinzen Johann Ernst und als Organist in Arnstadt, später in Mühlhausen. 1708 wurde Bach Hoforganist und Kammermusikus am Hof des Herzogs Wilhelm Ernst in Weimar, der ihn 1714 zum Konzertmeister ernannte. 1717 wechselte er als Kapellmeister an den Hof des musikalischen jungen Fürsten Leopold nach Köthen. Von 1723 bis zu seinem Tode war Bach als Thomaskantor und Musikdirektor in Leipzig tätig, wo er für die Musik in den vier Hauptkirchen der Stadt verantwortlich war. Ferner übernahm er 1729 die Leitung des Collegium Musicum der Stadt Leipzig. Seit 1736 trug er den Titel des Königlich Pohlnischen und Churfürstlich Sächsischen Hof-Compositeurs unter August III.
Einerseits wurde Johann Sebastian Bach zu seinen Lebzeiten innerhalb seines Wirkungsfeldes in erster Linie, jedoch nicht ausschließlich[2][3][4], als Virtuose, Organist und Orgelinspektor denn als Komponist hoch geschätzt, andererseits wiederum folgte schon kurz nach Bachs Tod eine Neuorientierung in der deutschen Musiktheorie, für die in erster Linie der dominierende Einfluss der Bach-Schule verantwortlich war.[5][6][7] Und spätestens seit dem 19. Jahrhundert erlebt sein Werk eine beispiellose Wiederentdeckung und Würdigung.
Bachs musikalisches Schaffen umfasst mit Ausnahme der Oper alle damals gebräuchlichen musikalischen Gattungen und enthält so bekannte und musikwissenschaftlich bedeutsame Werke[8] wie die Brandenburgischen Konzerte, die Orchestersuiten, das Wohltemperierte Klavier, die Goldberg-Variationen, die Chromatische Fantasie und Fuge, die h-Moll-Messe, die Matthäus- und Johannespassion, das Musikalische Opfer, Die Kunst der Fuge, Sonaten und Partiten für Violine Solo, Suiten für Violoncello Solo, über 200 überlieferte Kantaten und eine ähnlich große Zahl von Orgelwerken.
Werke:
Kantaten – BWV 1–224
Geistliche Kantaten – BWV 1–200
Andere Vokalwerke – BWV 225–524
Motetten BWV 225–231
Messen BWV 232–236
Einzelne Messsätze BWV 237–242
BWV 243 – Magnificat
BWV 244 – Matthäus-Passion
BWV 245 – Johannes-Passion
BWV 246 – Lukas-Passion
BWV 248 – Weihnachtsoratorium
BWV 249 – „Osteroratorium“
BWV 249a – Entfliehet, verschwindet, entweichet, ihr Sorgen (Kantate zum Geburtstag des Herzogs Christian von Sachsen Weißenfels am 23. Februar 1725)
BWV 249b – Verjaget, zerstreuet, zerrüttet
Vierstimmige Choralsätze – BWV 250–438
BWV 250–252 Drei Choräle zu Trauungen
BWV 253–438 – 371 vierstimmige Choralsätze
Lieder und Arien – BWV 439–524
BWV 439–507 – Geistliche Lieder und Arien aus Schemellis Gesangbuch
BWV 508–518 – Arien und Lieder aus dem zweiten Notenbuch der Anna Magdalena Bach
BWV 519–523 – Fünf geistliche Lieder
Nicht choralgebundene Werke BWV 525–598
Choralsätze BWV 599–771
Clavierwerke – BWV 772–994
Suiten BWV 806–845
BWV 832–845 – Einzelwerke
BWV 846–869 – Das Wohltemperierte Klavier
BWV 870–893 – Das Wohltemperierte Klavier
BWV 894–902a – Präludien und Fugen
BWV 903–909 – Fantasien und Fugen
BWV 910–923a – Toccaten, Fantasien und Präludien
BWV 924–932 – Neun kleine Präludien aus dem Klavierbüchlein für Wilhelm Friedemann Bach
BWV 933–943 – Präludien
BWV 944–962 – Fugen
Sonaten, Konzerte, Variationen BWV 963–994
BWV 995–1040 Werke für Laute –
BWV 995–1000, 1006a Werke für ein Soloinstrument
BWV 1001–1006 – Sonaten und Partiten für Violine solo
BWV 1007–1012 – Suiten für Violoncello solo
BWV 1013 – Suite für Flöte solo a-Moll
Sonaten mit Cembalo oder Continuo – BWV 1014–1040
BWV 1014–1019 – Sonaten für Violine und Cembalo
BWV 1020–1026 – Einzelne Werke für Violine und Cembalo oder Continuo
BWV 1027–1029 – Sonaten für Gambe und Cembalo
BWV 1027a – Trio für Orgel
BWV 1030–1032 – Sonaten für Traversflöte und Cembalo
BWV 1033–1035 – Sonaten für Traversflöte und Continuo
BWV 1036–1040 – Sonaten für zwei Instrumente und Cembalo
Orchesterwerke – BWV 1041–1071
Konzerte BWV 1041–1065
Suiten BWV 1066–1071
BWV 1066–1071 – Orchestersuiten
Kontrapunktische Werke – BWV 1072–1080
BWV 1072–1078 – Kanons
BWV 1079 – Musikalisches Opfer
BWV 1080 – Kunst der Fuge
Bach, Johann Sebastian
Balzer, Herbert
Barbella, Emanuele
Bast, Wolfgang
Baston, John
Barbella, Emanuele;
geboren und gestorben in Neapel,
Italienische Violinist und Komponist
Werke:
Sonata a Due Mandolini e Basso
Sonaten für 2 Violinen & Cello Nr. 1-6
Duetto No. 4
Mandolin Sonatina in C minor, WoO 43a
Baumann, Herbert
Baumann, Max
Beethoven, Ludwig van
Behrend, Siegfried
Bellenghi Giuseppe
Bellion, René
Berlioz, Hector
Birkner, F.
Boccherini, Luigi
Boucheron, E.
Brahms, Johannes
Braun, Günter
Bresgen, Cesar
Budaschkin, Nikolaj
Balzer, Herbert;
*1913 in Hamburg -
† 25. November 2001 in Hamburg
1928 Volksschul-Abschluss und Beginn einer Lehre als Quartiersmann und Ewerführer, dann ab 1933 Arbeiter im Hafen. 1934 wird er selbststäniger Fuhrunternehmer
Ab 1938 aushilfsweises Dirigat beim „HMO“, 1939 Militärzeit, Heirat und nach Kriegsende wieder als Fuhrunternehmer tätig.
Ab 1945 Gitarrenstudium bei Willy Heidorn in Hamburg, und Besuch von Lehrgängen bei Walter Gerwig,
Prof. Karl Scheit und Kurse der Volkshochschule Hamburg. Danach studierte er privat bei Prof. Peter Hartmann in Hamburg Musiktheorie.
Dirigent im „HMO“
Ab 1947 Dozent für Gitarre und Mandoline am „Hamburger Konservatorium“.
1956 Auflösung des Fuhrunternehmens und
Arbeit als hauptberuflicher Musiklehrer an der Hamburger
Jugendmusikschule und Volkshochschule
1968-1990 Dozent im Laien- und Akademiebereich als Gitarren-
und Methodik-Lehrer tätig und leitete daneben den
Gitarrenchor des „Hamburger Konservatoriums“
1993 Aufgabe des Dirigates im “HMO” aufgrund Krankheit
2001 erliegt Herbert Balzer seiner schweren Krankheit
Bearbeitungen:
Adagio ma non Troppo (siehe auch 0293)
Alhambra (Recuerdos de la)
All´ns op Holt´ntüffeln (Holt´ntüffeln)
An die Musik, in C-Dur
Auf dem Marktplatz von Janoshid
Auld long Syne (E-Dur / F-Dur)
Awake, sweet love(für Bariton)
Ay, ay, ay / Kreolisches Wiegenlied
Bäckergang-Shanty (D-Dur)
Bäckergang-Shanty (Neufassung)
Barriera (Basse Dance)
Bass Dance 9 “La Brosse"
Berliner Kontra
Blumenlied, Allegretto
Boeren Carré
Bohemia-Rag
Bohnenpott, Rosenpolka
Bretonische Runde
Brüder, zur Sonne
Cacak Kolo
Cachito
Cello-Konzert, Sonate G-Dur
Cesky Polonez
Champagner Rag
Come againõ(für Bariton)
Concerto in Sol maggiore, (G-Dur)
Cubana
Dänischer Sozialistenmarsch
Daltanz
Deep River
Dem Morgenrot entgegen
Die Helden vergnügen sich
Die kleine Gasse
Ein schöner Tag
Einmal noch nach Bombay
El Condor Pasa
El Humahuaquenoõ, Carnavalito
El Prado (Pala pala)
Ellerbeker Mühle
Fandango
Fiete Pastor
Fine Knacks for Ladiesõ(für Bariton)
Föhringer Kontra
Griechisch I, Rhythmische Szenen aus
Griechenland a.d. Oper „Penia"
Griechisch II, Rhythmische Szenen aus
Griechenland
Griechisch III, Rhythmische Szenen aus
Griechenland
Halay (Messertanz)
Harnacks
Hat mein heimatliches Land (La Traviata)
Hava Nagila
Hebt unsre Fahnen in den Wind
Hei, Bauer, nun komm zum Tanz
Hetlinger Bandrieter
Holsteiner Dreitour (Windmüller)
Holt´ntüffeln (All´ns op Holt´ntüffeln)
Humoreske
Im Walde da wachsen die Beeren
Immerzu (Tanz Quodlibet)
In mir klingt ein Lied
Innsbruck, ich muß dich lassen
Joshua fit the battleõ(für Bariton)
Jota Aragonesa
Jota Popular (Navideña Canzionera, Murcia)
Kalamajka
Kalamatianos
Kegelkönig
Kein schöner Land
Klapptanz Nr. II
Kleiner Mann in der Klemme
Kolo Kalendaro
Kommt Freunde in die Runde
Kommt, reicht eure Hände
Kreispolka
Kroatische Suite
Krüz König
La Rotta
La Traviata (Hat mein heimatliches Land)
Lady Laitons Almain (Trio, Quartett)
Lange Reihe
Lobet mir mein Schätzlein
Los Mañicos
Macedonisches Tanzlied
Mädel, mein Mädel
Marienbrunner Mazurka
Marsch (Weber)
Marsellaise
Mayem, mayem
Mich brennt in meinen Reiseschuh´n
Morenita do Brasil
NavideñaCanzionera, Murcia (Jota Popular)
Nehmt Abschied, Brüder
Niederdeutsche Tanzsuite
O sole mio
Pala pala (El Prado)
Panaderos
Perpetuum Mobileõ(Suite II)
Picaflor (Qui ser siera)
Pommersche Dreirunde
Possum an´ Taters
Quisiera Picaflor
Quodlibet
Reflection Rag
Sally´s Garden
Sarristolais Polska
Sauerländer Quadrille No.4
Sauerländer Quadrille No.5
Scarborough Fair
Schmidt von Lübeck (Der Wanderer)
Schnittertanz
Schottsch Quadrille C-Dur
Schottsch Quadrille G-Dur
Schwarze Augen
Schwedisch-Schottisch
Schwesterlein
Serenata im Walde zu singen
Slavonisch
Sonate G-Dur (Cello-Konzert)
Sonderburger Doppel-Quadrille, G-Dur
Spieker lustig
Sprötzer Achterrüm
Sünnros, C-Dur
Sünnros, D-Dur
Syrtos Chaniotikos
SyrtosRhodou
Tangermünder Quadrille (C-Dur)
Tangermünder Quadrille (G-Dur)
Tanguillo
Tanz Quodlibet (Immerzu)
Tanz von der Insel Split
The smiling Lad
Träumerei
Traviata (Hat mein heimatliches Land)
Und wenn wir marschieren
Varsovienne
Varsovienne, aus Schweden
Volkstänze aus dem Böhmerwald
Wann wir schreiten (D-Dur)
Warschawjanka
We shall overcome
Weber-Marsch
Webertanz
Wenn die Arbeitszeit zuende
Windmüller (Holsteiner Dreitour)
Wir sind das Bauvolk
Zwei Gitarren
Zwiefacher
Zwiefacher - Pardubacka
Bast, Wolfgang;
studierte an der Musikhochschule in Saarbrücken. Seit 1976 Lehrer an der Städtischen Musikschule Lahr. Neben dieser Tätigkeit ist er Dirigent des Württembergischen Zupforchesters und des Tokyo Zupfensembles, mit denen er regelmäßig auf Konzertreise geht. Wolfgang Bast ist auch als Komponist hervorgetreten.
Werke:
Baumann, Herbert;
Herbert Baumann, geboren am 31. Juli 1925 in Berlin; Abitur am humanistischen Schillergymnasium
Studium am Internationalen Musikinstitut Berlin (Komposition bei Paul Höffer und Boris Blacher, Dirigieren bei Sergiu Celibidache). 1947 diverse Konzerte mit dem Tschaikowsky-Symphonieorchester Berlin.
1947 - 1953 Komponist und Kapellmeister (musikalischer Leiter) am Deutschen Theater Berlin (erste Bühnenmusik "Agamemnons Tod" von Gerhart Hauptmann)
1953 - 1970 musikalischer Leiter an den Staatlichen Bühnen Berlin (Schiller- und Schlossparktheater).
1971 - 1979 Leiter des Musikwesens am Bayerischen Staatsschauspiel
Ab 1979 freiberuflich, 1984 UA Ballett "Alice im Wunderland" (Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Darmstadt, Hof/Bayern)
1985 UA Ballett "Rumpelstilzchen" (Städtische Bühnen Augsburg); insgesamt bisher über 220 Aufführungen in diversen Opernhäusern (Augsburg, Hagen, Nordhausen, Würzburg, Nürnberg, Dortmund, Kiel, Coburg)
Insgesamt ca. 500 Bühnenmusiken für die genannten und
zahlreiche andere Theater, u.a. Burgtheater Wien, Akademietheater Wien, Schauspielhaus Zürich, Thalia-Theater Hamburg, Württembergisches Staatstheater Stuttgart, Hessisches Staatstheater Frankfurt und Wiesbaden
Musik zu ca. 40 TV-Spielen
Auszeichnungen:
1979 Silbernes Ehrenzeichen GDBA
1990 Ehrenmitglied BDZ
1998 Ehrenurkunde der GEMA (50jährige Mitgliedschaft)
1998 Bundesverdienstkreuz
Aufführungen: Zahlreiche Aufführungen von Orchester- und Kammermusik im In- und Ausland (u.a. USA, Japan, Korea und in fast allen europäischen Ländern)
Werke:
Saarländische Zupfmusik, Suite Nr. 3
Vier alte Tänze für Zupforchester Suite Nr.1
Vier alte Tanzstücke Suite Nr.5
Der wohlfeile Gänsebraten
Baumann, Max;
20.November 1917 in Kronach, Oberfranken;
† 17. Juli 1999 in Berlin) war ein deutscher Komponist.
Baumann erhielt als Sohn eines Musiklehrers seinen ersten Musikunterricht im Elternhaus. Nach Stationen in Halle und Passau studierte er in Berlin an der Hochschule für Musik Dirigieren, Klavier und Posaune sowie bei dem Hindemith-Schüler Konrad Friedrich Noetel und später bei Boris Blacher Komposition. Abgesehen von einer zweijährigen Tätigkeit als Chordirektor und stellvertretender Kapellmeister an der Oper in in Stralsund von 1947-49 lehrte Baumann seit 1946 bis zu seiner Emeritierung 1978 zunächst Klavier, später vor allem Tonsatz an der Berliner Musikhochschule. 1960 wurde er zum Professor berufen. Baumann trat auch als Dirigent und Chorleiter in Erscheinung und war nach dem Tod Karl Forsters 1963 interimistischer Leiter des Chors der St. Hedwigs-Kathedrale. Bis zu seinem Tod lebte Baumann in Berlin.
Max Baumanns kompositorisches Schaffen umfasst nahezu alle Gattungen der Musik, jedoch nimmt die Orgelmusik und vor allem die geistliche Vokalmusik in seinem Werk einen weiten Raum ein. Letztere reicht vom einfachen gleichstimmigen Lied über A-cappella-Messen und Doppelchöre bis hin zu abendfüllenden Chorwerken wie der Passion op. 63 (1959) oder dem Oratorium Auferstehung op. 94 (1980) nach Texten der Heiligen Schrift und der Liturgie.
Max Baumann wurden unter anderem der Kunstpreis Berlin (1953), der Prix Italia für die Dramatische Kantate Libertas cruciata - dem ersten stereophonen Werk - (1963), die Medaille in Gold „für besondere Verdienste" vom Landkreis Kronach (1977), die Goldene Orlando-di-Lasso-Medaille des Allgemeinen Cäcilienverbandes (1977) sowie die Ehrenmitgliedschaft im Bund deutscher Zupfmusiker (1990) verliehen. 1986 ernannte Papst Johannes Paul II. Max Baumann zum Komtur des Gregoriusordens mit Stern.
Werke:
Ankunft des Herrn op. 66 (1959), Adventszyklus für 4-8stimmigen gem. Chor
Auferstehung op. 94 (1980) für Sopran, Bariton, Bass, Sprecher, Sprecherin, Sprechchor, Chor und großes Orchester
Change of Scenes op. 83 (1968)
für Flöte und Klavier
Deutsche Vesper op. 64 (1960) für Sopran, Sprecher ad lib., Chor und Orchester
Duo op. 62,1 (1958) für Violoncello und Gitarre
Drei Duos op. 40 (1953) für 2 Violinen
Drei kleine Klavierstücke op. 35 (um 1954)
Fünf Gesänge op. 9 (1947)
für Bariton und Klavier
Konzert für Klavier und Orchester op. 36 (1953)
Konzert für Orgel, Streicher und
Pauken op. 70 (1964)
Libertas cruciata, Dramatische Kantate, op. 71 (1963) für Soli, Sprecher, Sprechchor, Chor und großes Orchester
Oktett für Streicher, Klarinette,
Fagott und Horn op. 72 (1964)
Orchester-Variationen op. 29 (1951)
Pater Noster op. 51 (1955) für gemischten Chor
Pélleas und Mélisande, Ballett (nach M. Maeterlinck) op. 44 (1954)
Perspektiven I op. 55 (1957)
für großes Orchester
Schutzengel-Messe op. 50 (1955)
für gem. Chor (Orgel ad lib.)
Sonate für Violoncello und Klavier op. 8 (1947)
Sonatine op. 13 (1949) für Violine und Klavier
Sonatine für Orgel op. 74 (1963)
Streichquartett Nr. 3 op. 33 (1953)
Behrend, Siegried;
19. November 1933 in Berlin; † 20. September 1990 in Hausham) war ein deutscher Gitarrist und Komponist.
Behrend erhielt am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium in Berlin eine Ausbildung in den Fächern Klavier, Cembalo, Dirigieren und Komposition. Das Gitarrenspiel erlernte er autodidaktisch. Bereits als 30-Jähriger hatte er mehr als 1000 Kompositionen, größtenteils folkloristisch oder von alten Meistern inspiriert, vorzuweisen. Er gab Konzerte in Moskau, Rom und Madrid, er spielte vor dem Schah in Persien, vor dem Kaiser in Tokio und vor Gamal Abdel Nasser in Kairo.
1962 lernte der Gitarrist während den Aufnahmen zu der Personality-Show Belina – Porträt einer Sängerin die Hauptdarstellerin näher kennen. Die beiden gingen fortan künstlerisch gemeinsame Wege. Belina und Siegfried Behrend repräsentierten mit ihren Folk-Songs, Chansons, jiddischen Liedern als Botschafter deutscher Kultur die damals noch junge Bundesrepublik Deutschland und führten mit Unterstützung des Goethe-Instituts mehrere ausgedehnte Konzertreisen durch. Die beiden gastierten in mehr als 120 Ländern. In dieser erfolgreichen Zeit nahm das Duo mehrere LPs auf und war in mehreren Fernsehsendungen zu Gast (z.B.: Lieder am Kamin bei SWF). Siegfried Behrend heiratete in den 1970er-Jahren die Schauspielerin Claudia Brodzinska und wandte sich mit ihr als Sängerin/Interpretin der avantgardistischen Musik zu.
Siegfried Behrend war ein vielgefragter Gitarrenlehrer. Martin Maria Krüger erhielt von ihm den ersten Gitarrenunterricht. In späteren Jahren traten beide weltweit als Deutsches Gitarrenduo auf. An den von Behrend in den 1970er-Jahren im bayrischen Riedenburg abgehaltenen „Internationalen Meisterkursen für künstlerisches Gitarrespiel“ nahmen auch Michael Tröster, Matthias Henke und Manuel Negwer teil. Behrend war (Mit-)Herausgeber vieler musikalischer Fachbücher, beispielsweise des mehrbändigen Werkes Volkslieder aus aller Welt oder Gitarrenstunden für Kinder etc.
Werke:
Berühmte Serenade - Rimpianto-Serenade - Zupforchester
Domrakonzert - Für Solomandoline ad lib. und Zupforchester
Konzert C-dur nach RV 558 - 2 Mand-solo, 2Git (2Lt)-solo , ZupfOrch - Vivaldi
Zigeunertanz - Zigeunerpolka
Gitarre:
2 kleine Praeludien für 2 Gitarren
3 alte Duos
3 Duos
6 Monodien
20 Duette Carulli, Ferdinando
Abendmusik
Alborada
Andante Haydn, Joseph
Andantino Sor, Fernando
Andantino Giuliani, Mauro
Arabische Serenade
Aus altitalienischen Lautenbüchern
Ausgewählte Stücke alter und neuer Meister Band 2
Balletto Gorzanis, Giacomo
Bayerische Hochzeitsmusik für Gitarre
Berühmte Serenade Rimpianto-Serenade Mandoline u.Begleitung Toselli, Enrico
Berühmte Suite für Gitarre
Boléro Sor, Fernando
Burgalesa nach einer altspanischen Melodie aus Burgos
Canzonetta Mendelssohn-Bartoldy, Felix
Chaconne für Gitarre
Concertante Suite Gitarre und Orchester Klavierauszug Hartig, Heinz Friedrich
Danza Africana
Danza Beduina
Danza española Nr. 5 Granados, Enrique
Danza Giapponese
Danza Greca
Danza Inglese
Danza Spagnola 1
Danza Spagnola 2
Danza Spagnola 3
Danza Tedesca
Danza Turca
Denkst du noch an jene Jahre Heft 4: Albert, Coste, Dekker-Schenk, Chopin, Behrend, Tarrega, Cottin
Deutsche Volkstänze
Die Geschichte von O-Cho-San
Die Gitarren von Quimet
Die Sologitarre Heft 2: Lesage, Weiss, Murcia, Reichardt, Mendelssohn, Paganini, Tschaikowsk
Die Sologitarre Heft 3: Legnani, Matiegka, Giuliani, Marschner, Wolf, Aybars/Behrend, Aydint
Die Sologitarre Heft 5: Tarrega, Grimm, Ferrari, Aybars, Mumcuoglu
Drei altitalienische Stücke Gitarre und Schlagzeug ad lib.
Drei Deutsche Tänze mit Nachspiel
Drei Gagliarden Kapsberger, Johannes Hieronymus vonBehrend / Behrend
Drei Stücke Hartig, Heinz Friedrich
Drei Stücke für Laute Robinson, Thomas
Dresdner Richter-Suite
Due pezzi per Jim
Eine Kleine Nachtmusik Mozart, Wolfgang Amadeus
Elementar-Etüden für Gitarre Band 1
Elementar-Etüden für Gitarre Band 2
Elementar-Etüden für Gitarre Band 3
Elementar-Etüden für Gitarre Band 4
Estudio
European Masters for the Guitar
Fantasia a sei corde
Fantasie Baumann, Hermann
Fantasie Weiß, Silvius Leopold
Flamenco-Fantasia
Fossil Suite Koptagel, YükselBehrend / Behrend
Für jeden Gitarristen
Fughetta Giuliani, Mauro
Grande Sonate brillante Diabelli, Anton
Greensleeves
Impressionen einer spanischen Reise: Suite espagnola Nr. 1
Impressionen einer spanischen Reise: Suite espagnola Nr. 2
Impressionen einer spanischen Reise: Suite espagnola Nr. 3
Impressionen einer spanischen Reise: Suite espagnola Nr. 4
Impressionen einer spanischen Reise: Suite espagnola Nr. 5
Inventionen/3 Mementos
Japanische Serenade
Jota aragonesa
Junto al generalife Rodrigo, Joaquin
Konzert Etüden für Gitarre Band 2
Konzert-Etüden für Gitarre Band 1
Konzert-Etüden für Gitarre Band 3
La Guitarra Gitarre Daquin, Louis-Claude
Ländler und Deutsche Tänze
Leipziger Suite
Lieder der Völker Heft 3
Lieder der Völker Heft 4
Lieder der Völker Heft 5
Malaguena
Meditation für 5 Gitarren
Meisterwerke
Mitteralteriliche Tänze
Monsiers Almaine Batchelar, DanielBehrend / Behrend
Movimenti
Neue Lautenfrüchte Reusner, Esaias
Neue russische Gitarremusik
Nice und Fileno oder "Das Ungewitter" op.2 Carulli, Ferdinando
Non te escaparas
Notturno A-Dur op.128,1 Carulli, Ferdinando
Notturno a-Moll op.128,2 Carulli, Ferdinando
Notturno C-Dur op.128,3 Carulli, Ferdinando
Porque fue sensible
Postkarten-Suite
Prélude C-Dur Bach, Johann Sebastian
Rhythmische Studien Heft 1
Rhythmische Studien Heft 2
Romanza Paganini, Nicolo
Rondel on the Name of Siegfried Behrend Castelnuovo-Tedesco, Mario
Rondo Giuliani, Mauro
Sarabande Mattheson, Johann
Scena andaluzza
Serenade D-Dur op.96,2 Carulli, Ferdinando
Serenade in A-Dur op.96,1 Carulli, Ferdinando
Serenata espanola
Sevillanas
Siciliana Bach, Johann Sebastian
Solearillas Guitare
Solo für Leo Brouwer
Sonate Nr.1 (Suite) d-Moll Weiß, Silvius Leopold
Sonatina Reusner, Esaias
Sonatine Benda, Georg
Sonatine nach japanischen Volksliedern
Spanische Skizzen
Spanisches Konzert für Gitarre solo und Zupforchester Partitur
Spielmusik für angehende Gitarristen Band 1
Spielmusik für angehende Gitarristen Band 2
Spielmusik für angehende Gitarristen Band 3
Stierkampf-Musik
Stierkampf-Musik Spanischer Tanz für 3 Gitarren
Suite From Peasant Cantata Bach, Johann Sebastian
Suite für Isao Takahashi
Suite nach alter Lautenmusik
Suite Nr. 3 e-Moll Campion, Francois
Suite Nr.2 D-Dur Campion, Francois
Tambourin Rameau, Jean-Philippe
Tamzara Koptagel, YükselBehrend / Behrend
Thema mit Variationen Paganini, Nicolo
Tiento antiguo Rodrigo, Joaquin
Tombeau sur la Mort de Mr Comte de Logy für Gitarre
Tonleiterstudien
Traditional Brunei
Trianas
Trimorphia
Übungen von A-Z
Variationen "Las Folias de Espana" Sor, Fernando
Variationen über ein französisches Volkslied Sor, Fernando
Variationen über La Follia Giuliani, Mauro
Vier Menuetten und ein Contretanz für drei Gitarren Mozart, Wolfgang Amadeus
Volksweisen der Welt Heft 1 für Gitarre solo
Volksweisen der Welt Heft 2 für Gitarre solo
Volksweisen der Welt Heft 3
Wiegenlieder der Welt
Zambrillas Guiatre
Zigeunertanz Zigeunerpolka
Zorongo
ZU-MA-GI-TON II
Zwei Gavotten Bach, Johann Sebastian
Zwei Lautenstücke Cutting, FrancisBehrend / Behrend
Zwei Stücke Bach, Carl Philipp Emanuel
Zupforchester:
Bayerische Hochzeitsmusik - für Zupforchester
Altitalienische Hofmusik für Zupforchester
Galante Suite für Zupforchester
Konzert A-Dur für Solo Mandoline und Zupforchester - SOLO MANDoline - Carulli, Ferdinando
Konzert C-dur nach RV 425 für Mandoline Solo und Zupforchester Vivaldi
Mandolinenkonzert C-Dur - Vivaldi
Sakabukiran - Philippinisches Volkslied
Sakura-Suite für Flöte, Gitarre und Zupforchester
Spanische Impressionen für Gitarre solo und Zupforchester
Spanische Impressionen für Gitarre solo und Zupforchester
Suite nach altenglischen Meistern
Zwei Spanische Tänze - Bolero Barbara und Danza Eugenio - Zupforchester
Beethoven, Ludwig van;
17. Dezember 1770 in Bonn; † 26. März 1827 in Wien) war ein Komponist der Wiener Klassik. Er gilt als der Komponist, der die Musik dieser Stilepoche zu ihrer höchsten Entwicklung geführt und der Romantik den Weg bereitet hat.
Ludwig van Beethoven wuchs in einer Musikerfamilie auf. Vorfahren seines Vaters waren Bauern und Handwerker aus dem flämischen Mecheln. Das niederfränkische „van“ in seinem Familiennamen deutet die Namensherkunft an, wahrscheinlich aus dem ländlichen Betuwe. Beethovens Großvater väterlicherseits hieß ebenfalls Ludwig van Beethoven und war in Bonn kurkölnischer Kapellmeister. 1740 wurde sein Sohn Johann geboren, der als Tenor in der Bonner Hofkapelle sang. Die Mutter L. v. Beethovens, die aus Ehrenbreitstein stammende Maria Magdalena Keverich, kam am 19. Dezember 1746 als Tochter eines kurfürstlichen Leibkochs zur Welt. Am 17. Dezember 1770 wurde in der Remigiuskirche in Bonn ihr drittes Kind, der zweite Sohn in zweiter Ehe, getauft und als „Ludovicus van Beethoven“ in das Taufregister eingetragen. Sein Geburtshaus befindet sich in der Bonngasse 20. Beethovens Vater war von dem jungen Wolfgang Amadeus Mozart beeindruckt, der schon mit sechs Jahren als Komponist auftrat und als Wunderkind galt. Mit dem Ziel, aus Ludwig ebenfalls ein Wunderkind zu machen, begann der Vater, ihn im Klavierspiel zu unterrichten. Auch Orgel und Klarinette erlernte der junge Beethoven.
Als er mit vermutlich fünf Jahren an einer Mittelohrentzündung erkrankte, bemerkten die Eltern dies nicht. Die Erkrankung heilte nicht richtig aus und gilt als eine der Ursachen für die später eintretende Taubheit.
Kollegen von Beethovens Vater am Bonner Hof erkannten Ludwigs Begabung und sorgten dafür, dass der Vater sich schließlich entschloss, die weitere musikalische Ausbildung seines Sohnes in die Hände von anderen Musikern zu legen. Zu Beethovens bekanntesten Förderern und Lehrern in Bonn zählten in den nächsten Jahren Christian Gottlob Neefe (Klavier, Orgel und Komposition) und Franz Anton Ries (Violine). 1782 war es Neefe, der als erster Werke Ludwigs veröffentlichte – so die „Variations pour le Clavecin sur une Marche de Mr. Dressler“. Im selben Jahr wurde Beethoven Neefes Vertreter als Hoforganist. Eine feste Anstellung als (bezahlter) Hoforganist erhielt er im Alter von 14 Jahren. In der vorzüglichen Bonner Hofkapelle spielte er Bratsche, während er sich gleichzeitig im Klavierspiel immer weiter ausbildete. Auch als Komponist war er tätig; jedoch blieben die meisten in dieser Zeit entstandenen Frühwerke ungedruckt oder wurden in späteren Kompositionen verarbeitet.
Im Jahr 1787 kam Beethoven das erste Mal nach Wien. In der Tasche hatte er ein Empfehlungsschreiben des in Bonn residierenden Kölner Kurfürsten Max Franz, des jüngsten Bruders des Kaisers Joseph II. Beethovens Ziel war es, bei Wolfgang Amadeus Mozart zu studieren. Durch das Wirken vieler Komponisten, wie beispielsweise des bedeutenden Joseph Haydn, war die Residenzstadt des Erzherzogs von Österreich und Residenzstadt des römisch-deutschen Kaisers (Heiliges Römisches Reich deutscher Nation) zum musikalischen Zentrum Europas geworden. Dennoch war Mozart vom jungen Beethoven angetan. Dieser war in der Lage, aus dem Stegreif über ein Thema Mozarts Variationen zu spielen. Im Jahr 1789 begann Beethoven ein Studium an der Universität Bonn; schnell geriet er dort, insbesondere durch Eulogius Schneider, in Kontakt mit den Ideen der Französischen Revolution. Seine Begeisterung für die revolutionären Ideen spiegelt sich in seinen Werken wider. „Wohl tun wo man kann“, schrieb er 1793, „Freiheit über alles lieben; Wahrheit nie, auch sogar am Throne nicht verschweigen.“
Im November 1792 ging Beethoven nach Wien, um Schüler Haydns zu werden. Später nahm er auch Unterricht bei Schenk, Albrechtsberger und Salieri.
Mit 22 Jahren unternahm Ludwig van Beethoven eine zweite Studienreise nach Wien. Das Kurfürstentum fand 1794 durch die französische Invasion sein Ende, und somit auch Beethovens amtliche Stellung. Mozart war bereits gestorben, aber Joseph Haydn und Antonio Salieri nahmen Beethoven als Kompositionsschüler an, außerdem noch Johann Schenk und Johann Georg Albrechtsberger.
Als Künstler trat Beethoven 1793 erstmals vor die Öffentlichkeit, zunächst als Komponist mit der Herausgabe seiner drei ersten Trios (Op. 1) und der drei Haydn gewidmeten Klaviersonaten und zwei Jahre später als Pianist mit seinem 1. Klavierkonzert. Seine Kammermusik wurde als vollkommen neuartig bezeichnet. Er wurde darüber hinaus auch als Meister der Improvisation bekannt.
1796 unternam er eine Kunstreise nach Prag, Dresden und Berlin. Dort versuchte man ihn zu halten; da er sich aber in Wien als Künstler eine geachtete und gesicherte Stellung erworben hatte und in dieser ein reichliches Auskommen fand, blieb er seiner neuen Heimat jetzt und sein ganzes späteres Leben hindurch treu. Spätere Reisen als Virtuose wurden durch sein Gehörleiden unmöglich. Dieses harte Schicksal wirkte bestimmend auf Beethovens ganzen folgenden Lebensweg, da die künstlerisch gestaltende Tätigkeit von nun an immer ausschließlicher sein Leben ausfüllte und die ausübende in den Hintergrund trat. Seit etwa 1800 nahm sein Leben eine regelmäßige Gestalt an.
1809 erhielt er einen Ruf als Kapellmeister nach Kassel. Da taten sich mehrere seiner hochgestellten Gönner zusammen, unter ihnen sein Schüler Erzherzog Rudolf, um ihn durch eine lebenslängliche Rente an Wien zu binden.
Bis zum Jahre 1819 war Beethoven völlig ertaubt, so dass er selbst keine Konzerte mehr geben und auch nicht mehr dirigieren konnte. Gespräche führte er mit sogenannten „Konversationsheften“, was ausgesprochen mühselig war.
Durch eine besondere Behandlungsmethode des Wiener Arztes Vering fasst Beethoven wieder Mut. Dennoch komponierte er in Heiligenstadt die von Lebensfreude und Heiterkeit erfüllte 2. Sinfonie in D-Dur, deren Erfolg nur mäßig war.
Beethoven war nie verheiratet. Sein Erfolg in Wien brachte es mit sich, dass er dort von Frauen umschwärmt wurde. Er gab auch Unterricht, und viele seiner Schülerinnen waren sehr begabte Pianistinnen.
Er lernte die sehr junge Gräfin Julie Guicciardi (1784-1856), kennen und verliebte sich mit all seiner Leidenschaft in sie. So schrieb er voller Verzweiflung „Das Heiligenstädter Testament“.
Danach entstand die Klaviersonate Appassionata. Im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts wurde Beethoven – er lebte nun im neuen Kaisertum Österreich – zu einem der berühmtesten Musiker Europas (zu seiner großen Bekümmernis war Gioacchino Rossini mit seinen Opern freilich populärer). Seine vom revolutionären Geiste erfüllten Sinfonien gehörten bald zum dauerhaften Bestand der verbreiteten Orchesterkonzerte.
Am 8. Dezember 1813 wurde die 7. Sinfonie mit überwältigendem Erfolg uraufgeführt. Sie wurde 30 Jahre später von Richard Wagner als „Apotheose des Tanzes“ gelobt.
Während des Wiener Kongresses erkannte Beethoven, dass diese Zusammenkunft der Herrscher Europas nur zu weiteren Unterdrückungen führen sollte. Er schätzte die humanistischen und geistigen Werte eines Menschen. In seiner Jugend war er von Schiller begeistert, im späteren Leben wandte er sich Goethe zu, mit dem er auch einen Schriftwechsel führte und mit dem er sich im Juli 1812 in Teplitz traf. So vertonte er auch mehrere Werke Goethes, schrieb beispielsweise die Schauspielmusik zu Egmont.
Als 1815 einer seiner Brüder starb, übernahm er die Vormundschaft für dessen Sohn Karl. Bald stellte sich heraus, dass die Beziehung Beethovens zu seinem Neffen unter keinem guten Stern stand. Beethoven beendete 1823 eines seiner wichtigsten Werke, die Missa Solemnis (Uraufführung 1824 in St. Petersburg), die in ihrer Größe und Schönheit nichts von dem desolaten Umfeld erahnen lässt, in dem sie entstand. Beethoven mit seinen hohen und mitunter überzogenen moralischen Ansprüchen setzte seinen Neffen derart unter Druck, dass Karl 1826 einen Suizidversuch unternahm. Dieser scheiterte zwar, war für den Komponisten aber dennoch eine große Belastung, denn der Versuch der Selbsttötung war zu jener Zeit ein strafbares Delikt.
Im November 1826 erkrankte Beethoven akut nach langjährigem Leberleiden, klagte über Schmerzen im Unterleib, Appetitlosigkeit und Durstgefühle; sein Befinden verschlechterte sich rapide, und am 24. März 1827 reichte man dem Sterbenden die Sakramente. Am späten Nachmittag des 26. März verschied Beethoven im Beisein seiner Schwägerin Johanna und seines Freundes, des Komponisten Anselm Hüttenbrenner während eines Frühjahrsgewitters
Beethoven gilt heute als der Vollender der Wiener Klassik und Wegbereiter der Romantik. Insbesondere in den für die Epoche der Wiener Klassik grundlegenden Formen der Sinfonie, der Klaviersonate und des Streichquartetts hat er Werke geschaffen, deren musikgeschichtlicher Einfluss kaum zu übertreffen ist. So legte Beethoven beispielsweise wichtige Grundsteine für die fortschreitende Einführung der Kategorie des Symphonischen in die Solokonzerte der weiteren Musikgeschichte. Auch eine immer weiterführende Konzentration von Sinfonien und Solokonzerten, sich von Quantität zu Qualität bewegend, kann Beethoven zugesprochen werden.
Werke (Auszug):
Sinfonien:
Sinfonie C-Dur op. 21
1. Sinfonie D-Dur op. 363
2.Sinfonie Es-Dur op. 55 „Eroica“
4.Sinfonie B-Dur op. 60
5.5. Sinfonie c-Moll op. 67 „Schicksalssinfonie“
6.6. Sinfonie F-Dur op. 68 „Pastorale“
7.Sinfonie A-Dur op. 92
8.Sinfonie F-Dur op. 93
9.Sinfonie d-Moll op. 125 mit Schlusschor über Friedrich Schillers Ode an die Freude
Wellingtons Sieg op. 91,
Klavierkonzerte:
Konzert für Klavier und Orchester Es-Dur
Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15
Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19
Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37
Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58
Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73, „Kaiserkonzert“
Weitere konzertante Werke:
Romanze für Violine und Orchester G-Dur op. 40
Romanze für Violine und Orchester F-Dur op. 50
Violinkonzert D-Dur op. 61
Tripelkonzert für Klavier, Violine und Violoncello C-Dur op. 56
Konzert für Oboe und Orchester F-Dur Hess 12
Chorfantasie: c-Moll op. 80 für Klavier, Chor und Orchester
Ouvertüren:
Die Geschöpfe des Prometheus c-Moll op. 43,
Coriolan-Ouvertüre c-Moll op. 62
Fidelio-Ouvertüre c-Moll op. 72
Leonoren-Ouvertüre Nr. 1 c-Moll op. 138
Leonoren-Ouvertüre Nr. 2 c-Moll op. 72a
Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 c-Moll op. 72b
Egmont c-Moll op. 84
Zur Namensfeier op. 115
König Stephan op. 117
Die Weihe des Hauses op. 124
Fidelio bzw. Leonore op. 72
Oratorium
Christus am Ölberge op. 85
Messen
Messe C-Dur op. 86
Missa Solemnis D-Dur op. 123
Zur Inthronisation seines Schülers und Förderers Erzherzog Rudolf, Kardinalerzbischof von Olmütz.
Kantaten
Meeresstille und glückliche Fahrt für 4 Singstimmen mit Orchester op. 112
Nach Gedichten von Johann Wolfgang von Goethe.
Der glorreiche Augenblick, Kantate für 4 Solostimmen, Chor und Orchester, op. 136
Lieder (Auszug)
An die Hoffnung op. 32 (1. Vertonung)
Elegie auf den Tod eines Pudels WoO 110
Sechs Gesänge op. 75
Kennst du das Land, Neue Liebe, neues Leben (2. Fassung), Aus Goethes Faust, Gretels Warnung, An den fernen Geliebten, Der Zufriedene
Drei Gesänge von Goethe op. 83
Wonne der Wehmut, Sehnsucht, Mit einem gemalten Band
Abendlied unterm gestirnten Himmel WoO 150
Ariette (Der Kuß) op. 128
Zahlreiche Volkslied-Bearbeitungen
Bühnenmusiken:
Egmont op. 84
Die Ruinen von Athen op. 113
König Stephan op. 117
Streichquartette
Sechs Streichquartette op. 18
Streichquartett Nr. 1 F-Dur op. 18 Nr. 1
Streichquartett Nr. 2 G-Dur op. 18 Nr. 2
Streichquartett Nr. 3 D-Dur op. 18 Nr. 3
Streichquartett Nr. 4 c-Moll op. 18 Nr. 4
Streichquartett Nr. 5 G-Dur op. 18 Nr. 5
Streichquartett Nr. 6 B-Dur op. 18 Nr. 6
Drei Streichquartette op. 59 ″Rasumovsky-Quartette″
Streichquartett Nr. 7 F-Dur op. 59 Nr. 1
Streichquartett Nr. 8 e-Moll op. 59 Nr. 2
Streichquartett Nr. 9 C-Dur op. 59 Nr. 3
Streichquartett Nr. 10 Es-Dur op. 74 ″Harfenquartett″
Streichquartett Nr. 11 f-Moll op. 95
Streichquartett Nr. 12 Es-Dur op. 127
Streichquartett Nr. 13 B-Dur op. 130
Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131
Streichquartett Nr. 15 a-Moll op. 132
Große Fuge B-Dur op. 133
Streichquartett Nr. 16 F-Dur op. 135
Violoncellosonaten und Variationen
Op. 5 Nr. 1 F-Dur (Adagio sostenuto, Allegro – Allegro vivace)
Op. 5 Nr. 2 g-Moll (Adagio sostenuto e espressivo, Allegro molto piu tosto – Rondo:Allegro)
Sonate A-Dur, Op. 69 (Allegro, ma non tanto – Scherzo:Allegro molto – Adagio cantabile, Allegro vivace)
2 Sonaten Op. 102
Op. 102 Nr. 1 C-Dur (Andante, Allegro vivace – Adagio, Tempo d’Andante, Allegro vivace)
Op. 102 Nr. 2 D-Dur (Allegro con brio – Adagio con molto sentimento d’affetto – Allegro vivace)
Zwölf Variationen über ein Thema aus Händels Oratorium „Judas Maccabäus“ G-Dur Kinsky-Halm WoO 45
Zwölf Variationen über das Thema „Ein Mädchen oder Weibchen“ aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ F-Dur op. 66
Sieben Variationen über das Thema „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ Es-Dur Kinsky-Halm WoO 46
Sonate für Horn/Violoncello und Klavier, Op. 17 (Allegro moderato – Poco adagio, quasi andante – Rondo: Allegro moderato)
Bellenghi, Giuseppe;
geboren 1847 in Faenza bei Bologna, gestorben 17. Okrober 1902 in Florenz. Italienischer Komponist für Mandoline, von dem auch viele Stücke für Mandoline und Gitarre stammen. Er gab ein Schulerk für moderne Laute unter dem Pseudonym G.P. Pirani heraus und veröffentlichte didaktische Werke für Mandoline und Gitarre
Werke:
Bellion, René;
studierte an der Musikhochschule in Saarbrücken. Seit 1976 Lehrer an der Städtischen Musikschule Lahr. Neben dieser Tätigkeit ist er Dirigent des Württembergischen Zupforchesters und des Tokyo Zupfensembles, mit denen er regelmäßig auf Konzertreise geht. Wolfgang Bast ist auch als Komponist hervorgetreten.
Werke:
Silvia-Marsch
Boucheron, E;
keine Info
Werke:
Suite d’Espagnole (Impressions d’Espagnole)
Berlioz, Hector;
*11. Dezember 1803 in La Côte-Saint-André, Isère
†8. März 1869in Paris
Französischer Komponist und Musikkritiker. Seinem Vater zuliebe, der selber Arzt war, studierte Berlioz erst Medizin. Im Jahre 1826 wechselte er jedoch auf das Conservatoire de Paris, um unter Jean-François Lesueur und Anton Reicha zu studieren. 1830 erhielt er den Rompreis für die Kantate "Sardanapale". Ab 1839 ist er Bibliothekar an dem Conservatoire.
Berlioz gilt als der wichtigste Vertreter der Romantik in Frankreich, obwohl er selbst dem Begriff „Romantik“ nichts abgewinnen konnte (er verstand sich als klassischer Komponist). Er gilt als Begründer der sinfonischen Programmmusik und der modernen Orchesterinstrumentation. Seine für die damalige Zeit revolutionären Kompositionen wurden kaum verstanden und trugen ihm mehr Kritik als Lob ein. Deshalb musste er seinen Lebensunterhalt zusätzlich als Musikkritiker bestreiten. Obwohl seine Werke bis auf Béatrice et Bénédict (1862 in Baden-Baden) ausnahmslos in Paris uraufgeführt wurden, erfuhr er in Frankreich erst lange nach seinem Tod Anerkennung. Er war jedoch ein großes Vorbild für viele der jungen Romantiker, und entscheidend war sein Einfluss auf Franz Liszt, Richard Wagner, Richard Strauss und viele russische Komponisten. 1869 reiste er eigens nach Rostow, um die verschiedenen Melodien des Großen Geläuts, für das die Rostower Glöckner weltberühmt waren, mit eigenen Ohren zu erlebe
Will man seinen Berichten glauben schenken, hat Berlioz als einer der ersten Dirigenten auf die Verwendung eines Metronoms als Hilfsmittel bei Proben bestanden, um das korrekte Tempo seiner Kompositionen halten zu können.
Werke (Auszug):
Opus 1: Huit Scènes de Faust (später zurückgezogen)
Opus 1: Waverley-Ouvertüre
Opus 2b: Irlande: Mélodies irlandaises
Opus 4: Le Roi Lear
Opus 8: Rêverie et Caprice
Opus 9: Le carnaval romain
Opus 13: Fleurs des landes
Opus 14: Symphonie fantastique, épisode de la vie d'un artiste
Opus 15: Grande Symphonie funèbre et triomphale
Opus 17: Roméo et Juliette
Opus 18: Tristia
2: La mort d'Ophélie
Prière du matin
5: La belle Isabau
2: Hymne à la France
Opus 27: Béatrice et Bénédict
1860-1862 Béatrice et Bénédict, op. 27 1831 Le 1830 Symphonie fantastique, op.14 (Episoden aus dem Leben eines Künstlers in fünf Teilen)
1839 Roméo et Juliette, op. 17 (dramatische Symphonie mit Soli und Chören)
Marche Funèbre
1831 Rêverie et Caprice, op. 8 (Romanze)
Birkner, F;
Keine Info
Werke:
An der Saale
Erinnerung an Goslar (Marsch)
Heidjers Tanz
Liebeslied (Tirana)
Romanze G-Dur
Schwarzwälder Polka
Tirana (Liebeslied)
Serenade (Berceuse)
Tag Livet med et godt Humor (Judex)
Berceuse (Serenade)
Boccherini, Luigi;
19. Februar 1743 in Lucca; † 28. Mai 1805 in Madrid) war ein italienischer Komponist und Cellist der klassischen Kammermusik.
Er war das dritte von fünf Kindern von Leopoldo di Antonio Boccherini und María Santa di Domenico Prosperi. Sein Vater, Kontrabassvirtuose und Cellist, lehrte ihn das Spiel auf dem Cello, dessen Beherrschung er durch Abbate Domenico Francesco Vannucci vervollkommnete. Im Jahre 1753 ging der zehnjährige Knabe zur Perfektionierung seiner musikalischen Kenntnisse nach Rom. Dort war er 1756 Schüler von Giovanni Battista Costanzi (ital. Opernkomponist, * 3. September 1704, † 5. März 1778, auch Giovannino da Roma und Giovannino del Violoncello genannt). 1757 begab er sich für vier Jahre nach Wien ans Hoftheater und kehrte 1761 in seine Geburtsstadt zurück. Dort bekleidete er das Amt eines Cellisten in der "Cappella Palatina". Weitere wichtige Stationen auf seinen nun folgenden Konzertreisen waren (ab 1765 in Begleitung seines Freundes, des Geigers Filippo Manfredi): Wien (1762-1764), Mailand (1764), wieder Lucca (1765-1766), dann Paris (1767-1768). Dort veröffentlichte er die ersten seiner Kompositionen. In diesen Zeiten gab er viele Konzerte und bekam von Verlegern lukrative Angebote. Nach anfänglicher Intention, England zu bereisen, folgte er 1768 einem Ruf des spanischen Botschafters in Frankreich nach Madrid.
Der spanische Infant Don Luís Antonio de Borbón y Farnesio (Ludwig Anton von Bourbon und Farnese), der Bruder des Königs Karl III., stellte Luís Boccherini, wie Luigi Boccherini in Spanien oft genannt wurde, mit königlicher Erlaubnis im November 1770 als compositore e virtuoso di camera (span. compositor y virtuoso de cámara; dt. Kammerkomponist und -virtuose) ein. So war er an verschiedenen Orten als Kapellmeister und Komponist für den Infanten tätig: Boadilla del Monte (1770-1776), Olias-Velada-Cadalso (1776-1778), Arenas de San Pedro (1778-1785) – dorthin zog sich Don Luís nach einer nicht standesgemäßen Heirat mit seinen Bediensteten zurück. Nach dem Tode des Infanten 1785 und seiner ersten Frau Clementina Pelicha, einer Sängerin, kehrte Boccherini nach Madrid zurück und wurde músico agregado a la Real Capilla (der Königlichen Kapelle angehöriger Musiker). Bis 1799 dirigierte er nahe Madrid in Alameda de Osuna (1785-1789) das Orchester der María Josefa de la Soledad, Condesa de Benavente y Duquesa de Osuna (Gräfin von Benavente und Herzogin von Osuna). 1786 ernannte Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen Boccherini zum compositeur de notre chambre ("Komponist unserer Kammer") und gewährte ihm ein Jahresgehalt von 1000 Talern. Bis 1797 komponierte er neben seiner Dirigententätigkeit in Spanien überwiegend für den preußischen Auftraggeber und sandte jährlich zwölf Kompositionen nach Berlin, blieb aber in Madrid wohnhaft. Es gibt keinerlei Hinweise, dass Boccherini je in Berlin oder Potsdam war. Der später als Friedrich Wilhelm II. zum König von Preußen gekrönte Prinz spielte ausgezeichnet Violoncello, weswegen zahlreiche Komponisten versuchten, dessen Gunst zu erwerben. So hatte Boccherini berühmte Konkurrenten wie Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Der frühe Tod des Preußenkönigs im Jahre 1797 brachte Boccherini in finanzielle Schwierigkeiten, da die Zuwendungen des Königs wegfielen. 1800 lernte er Lucien Bonaparte, den Bruder Napoléon Bonapartes, kennen. Dieser war französischer Botschafter am Madrider Hof und wurde Boccherinis neuer Mäzen bis 1802. Seine letzten Lebensjahre waren überschattet von familiären Verlusten: zunächst starb seine älteste Tochter María Joaquina (1796), später zwei weitere Töchter (1802) und seine zweite Frau Joaquina Porreti (1804). Trotz Unterstützung durch wohlhabende Gönner lebte Boccherini in mehr als bescheidenen Verhältnissen und starb am 28. Mai 1805 in Madrid an einer Bauchhöhlentuberkulose. Es ist nicht bewiesen, dass er in völliger Armut starb. Zwei seiner Söhne, Luís Marcos, ein Geistlicher, und José Mariano, ein Archivar, überlebten ihn.
Werke:
Menuett aus dem Quintett E-Dur, op. 11,
Nr. 5, G 275
La Clementina G 540
20 Sinfonien
11 Cellokonzerte
125 Streichquintette
91 Quartette und mehr als 100 Kammermusikwerke unterschiedlicher Besetzungen
Drama Dorval e Virginia
Braun, Günther;
Der saarländische Komponist und Rundfunktonmeister Günter Braun ist am 13.November 2005 nach schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren verstorben.
Günter Braun, der am 27.01.1928 in Neunkirchen/Saar zur Welt kam, studierte nach dem Abitur am Konservatorium (der späteren Musikhochschule) Saarbrücken, u.a. bei den Professoren H. Schmolzi und H. Lonnendonker.
Für sein eigenes kompositorisches Schaffen wurde er entscheidend durch Pierre Auclert und Heinrich Konietzny
geprägt. Günter Braun spielte Violine, Viola und Klavier. Neben dem Kernstudium der Streichinstrumente setzte er Schwerpunkte in Dirigieren, Chorleitung und Komposition. In jungen Jahren spielte er zur geselligen Anlässen und den damals üblichen Wanderausflügen die Klampfe, in seinen späteren Lebensjahren beschäftigte er sich gründlich mit dem Lautenspiel. Bereits als Student komponierte er und schrieb Liedsätze und kleinere Instrumentalstücke; am Ende seines Lebens hinterließ er rund 70 Werke, die sich in Genre, Stil, Umfang und Besetzung extrem unterscheiden. Bereits während der Studienzeit volontierte er in den Aufnahmestudios beim Saarländischen Rundfunk, der ihn 1953 nach seinem Staatsexamen als Tonmeister anstellte.
Diese Aufgabe, die ihn mit Dirigenten, Orchestern, Komponisten, Tonkünstlern und Stars aus aller Welt und mit Musik aller Stilrichtungen in Berührung brachte, nahm er rund 40 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung mit Freude wahr. Auf die Unzahl von Rundfunkaufnahmen die Tonmeister Braun realisiert hatte, und auf die oftmals mühselige Prozedur seiner Arbeit angesprochen, antwortete er einmal: „Mein Beruf ist wie ein Gugelhupf, es gibt sehr viel Teig und wenig Rosinen und Mandeln, aber gelegentlich eine Rosine zu entdecken oder eine Mandel zu genießen, dafür hat es sich gelohnt, zu arbeiten und zu leben.“ Mit der Zupfmusik kam Günter Braun erstmals 1961 in Rehlingen in Berührung. Er war einige Tage mit dem „Ü-Wagen“ vor Ort, um Rundfunkaufnahmen mit dem Saarländischen Zupforchester zu produzieren. In den folgenden Jahren entwickelte sich durch seine regelmäßigen beruflichen Kontakte mit dem Saar-ländischen Zupforchester eine Freund-schaft mit dem Dirigenten und Gitarristen Siegfried Behrend, der ihn inspirierte Werke für Zupfinstrumente zu schreiben. Aber auch der Rundfunkredakteur Leo Clambour und gleichermaßen der Rundfunkgitarrist Franz Probst, der 1961 das Saarbrücker Gitarrenensemble gründete und über ein Jahrzehnt leitete, animierten den „Kollegen“ ständig zum Komponieren. So entstanden rund 30 Werke für Zupforchester, Gitarren-ensemble und Kammermusik mit Gitarre, die überwiegend im Trekel-Verlag heraus-gegeben sind. Den von Siegfried Behrend angestoßene Trend, zur Erweiterung des traditionellen Zupforchesterklangs Instrumente anderer Gattungen einzubeziehen, machte sich Tonmeister Günter Braun von Anfang an in seinem kompositorisches Schaffen zu eigen. Sehr wirkungsvoll verband er Singstimme, Oboe, Flöte und Schlagwerk mit den Zupfinstrumenten.
Sein Erstlingswerk für Zupfensemble, das „Concertino in H“ für Solomandola und Zupforchester schrieb er 1961 für Edwin Mertes und das Saarländische Zupf-orchester. Das elfminütige Werk war viele Jahre ein gern gespieltes, effektvolles Repertoirestück, das in vielen Konzerten des SZO - auch bei Konzertreisen nach Italien und Luxemburg – aufgeführt und natürlich vom SR aufgezeichnet wurde.
Große Beliebtheit und Verbreitung fand Günter Brauns „Mobile“, ein unter-haltsames Scherzo für Oboe und Zupforchester, welches 1965 auf dem Bundesmusikfest des BDZ in Mannheim seine öffentliche Uraufführung und die begeisterte Zustimmung des Publikums fand. Auch dieses Werk war jahrelang ein beliebtes Repertoirestück des Saar-ländischen Zupforchesters. Es wurde unter anderem mit der Japanerin Kazuko Nomura und später mit dem Essener Oboenprofessor Pierre Willibrord Feit und dem SZO beim SR eingespielt.
Während Günter Brauns Volks- und Kinderliedvertonungen - wovon einige mit Belina aufgeführt und aufgenommen wurden – kompositorisch noch traditionell gehalten sind, erklingen seine kammer-musikalischen Gitarrenwerke im zeit-genössischen Kolorit.
Einige seiner Werke, darunter das „Mobile“, fanden sogar in Japan eine rege Verbreitung, worüber sich der Komponist gleichermaßen freute wie auch wunderte.
Ein faszinierendes Novum für die Zupfmusik der 60er-Jahre waren seine ansprechenden Märchenvertonungen. Ehemalige Mitglieder des SZO, die bei den Produktionen mitwirkten, erinnern sich noch heute begeistert an Günter Brauns musikalische Märchen: „Vom kleinen Lommel“, „Vom Riesen, der sein Herz nicht bei sich hatte“, „Vom Hirten, der die Sprache der Tiere verstand“ und „Vom Affen und der Schildkröte“.
Claudia Brodzinska-Behrend, (Erzählerin) Siegfried Fink, (Schlagwerk) Wilhelm Krumbach, (Cembalo) und Norio Oshima (diverse Holzblasinstrumente) verliehen den Werken bei den Rundfunkaufnahmen durch ihre persönliche künstlerische Gestaltung ein wahrlich märchenhaftes Fluidum.
Das Märchen „Vom Affen und der Schildkröte“ ist auf der Jubiläums-CD des SZO´s „Streifzüge“ festgehalten, ebenso das „Mobile“. Das Märchen „Vom kleinen Lommel, wie ihn der Fuchs auf seinem Schwanz spazieren führte“ ist auf einer CD mit dem DZO zu hören, ebenso das „Concertino in H“ für Solomandola und ZO mit dem Solisten Wolfgang Bast.
1975 Ü-Wagen des SR in Frankreich unterwegs. 2.v.l : Organist W. Krumbach
r.: Günter Braun und Gattin Ilse
Jenseits der Zupfmusik veröffentlichte Günter Braun auch diverse Werke für Orgel, Chor und Solokonzerte mit Sinfonieorchester. Seine Kammermusik-werke für Bläser bzw. für Streicher, die überwiegend in Zwölftontechnik komponiert sind, wurden hierzulande meist von SR-Musikern der Spitzenklasse aufgeführt und erfuhren positive Kritiken.
Ein Opus, auf das er gelegentlich verwies, wurde auf den Philippinen uraufgeführt. Eine Bonner Orgelbaufirma renovierte 1974 eine große historische „Bambus“-Orgel für die Philippinen.
Der Trierer Domorganist Wolfgang Oehms betreute dieses Projekt und wurde zur Einweihung der Orgel nach Manila eingeladen. Im Festakt brachte er unter anderem auch Brauns Orgelkomposition “Du mein einzig Licht“, die dieser speziell für jenes Instrument geschrieben hatte, zur Welturaufführung.
Orgelbaumeister Hans Gerd Klais, Bonn sandte am 10.Mai 1975 die in Manila gedruckte Partitur an den Komponisten und schrieb dazu: „Herrn Günter Braun, mit ganz herzlichem Dank den ersten Druck seiner Komposition, die am 9.Mai 1975 in Gegenwart der First Lady, Mrs. Emalda Muscos, in der Las Pinas Church St. Joseph auf der historischen Bambus-Orgel von Father Diego Cera aufgeführt wurde durch Domorganist Wolfgang Oehms aus Trier. Die Konzertbesucher, darunter auch viele Botschafter, waren begeistert !“ Neben der Unterzeichnung des Orgelbauers und seiner Gattin fanden sich etliche Unterschriften, darunter W. Oehms und Prof. Hornandez, Organist, Manila Cathedral.
Fasziniert von der besonderen Klangfarbe dieser Bambus-Orgel in Las Pinas schrieb Günter Braun 1976 ein weiteres Werk für dieses Instrument: „Thema und Variati-onen für Orgel: „Levon, Levon - siuta“ (Variationen über ein philippinisches Volkslied). Beide Werke sind auf Schallplatten verewigt.
1977/79 produzierte der SR eine größere Sendereihe an historischen Silbermann-Orgeln mit dem international renom-mierten Organisten Wilhelm Krumbach. Inspiriert vom Lebenswerk des großen Orgelbaumeisters Silbermann und der Faszination seiner Instrumente schrieb Günter Braun eine 20-minütige Komposition für Orgel „Hommage à Silbermann“, Suite im französischen Stil, die er Wilhelm Krumbach widmete, der sie auch in Arlesheim/Schweiz uraufführte.
Werke:
Suite d’Espagnole (Impressions d’Espagnole)
1963 Sechs Volkslieder
1964 Var. über ein Kinderlied
1971 „Metren“
Brahms, Johannes;
Johannes Brahms (* 7. Mai 1833 in Hamburg; † 3. April 1897 in Wien) war ein deutscher Komponist, Pianist und Dirigent, dessen Kompositionen man der Romantik zuordnet. Johannes Brahms wurde am 07. Mai 1833 im Hamburger Gängeviertel, heute würde man sagen den Slums, geboren. Er entstammt einer west-holsteinisch-dithmarsischen Bauern- und Handwerkerfamilie. Der Vater Johann Jacob Brahms war der einzige Musiker in der Ahnenreihe der Familie. Er ließ sich 1826 in Hamburg nieder und betätigte sich hier u.a. als Straßenmusiker, bis er endlich eine feste Stelle als Kontrabassist am "Städtischen Orchester Hamburg" annehmen konnte.
Der bei Johannes Brahms schon in jungen Jahren sich regende Musiziertrieb wurde von verantwortungs -bewussten Lehrern wie Friedrich Willibald Cossel und E. Marxen planmässig entwickelt. Ab seinem vierzehnten Lebensjahr war Johannes dann immer öfter im Musikbetrieb der Hansestadt zu hören. Durch Stundengeben, als Tanzmusiker oder als Theaterpianist musste Brahms schon früh zur Ernährung seiner Familie beitragen. In diese Zeit vielen auch die ersten schöpferischen Tätigkeiten. Es handelte sich hierbei um kleinere kammermusikalische Werke, die Brahms später wieder vernichtete.
Im Jahre 1853 unternahm Johannes Brahms eine Konzertreise in die niedersächsische Provinz die für ihn von schicksalhafter Bedeutung werden sollte. In Hannover lernte er den Geigenvirtuosen Joseph Joachim kennen mit dem ihn seitdem eine enge Freundschaft verband. Joachim brachte Brahms im selben Jahr mit Clara Schumann und Robert Schumann in Düsseldorf zusammen.
In Düsseldorf entstanden frühe Werke des angehenden Komponisten, in denen man seine Suche nach einem eigenen Stil erkennen kann. Nach dem Tod Robert Schumanns und der Übersiedlung von Clara nach Berlin, verließ auch Brahms wieder Düsseldorf, wo er sich zwischenzeitlich fest angesiedelt hatte.
In den Jahre 1857 - 1859 hielt er sich abwechselnd in Hamburg und in Detmold auf. Nach der seelisch zermürbenden Zeit in Düsseldorf, kam er nun zur Ruhe. In den Kompositionen aus dieser Zeit, spiegelt sich der Seelenzustand des jungen Mannes wieder. Ab 1859 zog sich Brahms wieder nach Hamburg zurück und förderte in verstärktem Maße seine kompositorischen Pläne. Das Jahr 1862 war für Brahms von entscheidender Bedeutung. Er verließ am 8. September Hamburg und zog nach Wien. Brahms hatte den Hamburgern nie vergessen, dass diese ihm niemals eine Stelle als Dirigent der Hamburger Philharmonischen Konzerte anvertrauten. Die Wiener hingegen erkannten ziemlich schnell, wer da aus dem Norden Deutschlands zu ihnen gekommen war. Im Jahre 1863 übertrugen sie ihm die Leitung der Wiener Singakademie. Aber Brahms war nicht für die mit dieser Tätigkeit verbundenen Verwaltungsaufgaben geschaffen. Nach nur einem Konzertwinter bat er um seinen Rücktritt. Obwohl die Sehnsucht nach bürgerlicher Sicherheit bei Brahms ihn immer wieder zu neuen Anstrengungen in diese Richtung führten, scheiterten diese doch ebenso, wie der Wunsch zu heiraten und eine Familie zu gründen.
Seine letzten Konzertreisen als Pianist fallen in die Jahre 1865 - 1868. Sie führten ihn nach Österreich-Ungarn, Schweiz, Holland, Dänemark und in das gesamte Reichsgebiet. Später trat er öffentlich nur noch als Interpret seiner eigenen Werke hervor. Nach einigen weiteren Versuchen eine feste Anstellung zu erlangen, zog sich Brahms in den folgenden Jahren bis ins Jahr 1872, er war nun 39 Jahre alt, in die Einsamkeit zurück.
Ab dem Jahr 1871 bezog Brahms seine endgültige Wohnung in Wien in der Karlsgasse 4. In dieser ersten Wiener Phase, setzte Brahms zu einem künstlerischen Höhenflug an. Bis ins Jahr 1875 fallen auch die Arbeiten an seiner 1. Sinfonie, die 1876 auf Rügen vollendet wurde. Ganze 15 Jahre reifte dieses Werk bis zum endgültigen Abschluss. Trotz einiger Angriffe des Liszt-Wagner-Kreises wie etwa durch Hugo Wolf, stand Brahms in der Mitte der siebziger Jahre auf dem Höhepunkt seines Ruhmes.
Durch den Simrock Verlag in Wien, der seine Werke veröffentlichte und verkaufte, konnte Brahms ein ansehnliches Vermögen ansammeln, welches ihm finanzielle Unabhängigkeit ermöglichte. Johannes Brahms war nun freischaffender Künstler. Bis in die neunziger Jahre unternahm Brahms zahlreiche Konzertreisen als Interpret, zunehmend als Dirigent seiner eigenen Werke.
Brahms wurden zahlreiche Ehrungen zuteil. Unter anderem erinnerten sich die Hamburger an ihren "großen Sohn" und verliehen ihm 1889 den Ehrenbürgerbrief. Zu Ehren seines 60. Geburtstages ließ die Wiener Gesellschaft der Musikfreunde eine Brahmsmünze prägen.
1896 starb die für Johannes Brahms "Herrliche Frau" Clara Schumann. Nach der Beisetzung in Bonn, bei der Brahms zugegen war, reiste dieser nach Ischl. Dort wurde er nach kurzer Zeit von einer Gelbsucht befallen. Die Ärzte diagnostizierten eine organische Erkrankung (Leberkrebs). Trotz einer Kur in Karlsbad zerfiel sein Körper rasch. Bis Anfang März 1897 besuchte Brahms noch regelmäßig Konzerte in Wien. Am 26. März 1897 verschlimmerte sich sein Zustand dramatisch. Er starb am 3. April. Die feierliche Beisetzung fand am 6. April statt. Johannes Brahms wurde auf dem Zentralfriedhof in Wien beerdigt. Dort ruht er in unmittelbarer Nachbarschaft zu Ludwig van Beethoven und Franz Schubert.
Werke (Auszug):
Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11
Serenade Nr. 2 A-Dur op. 16
Variationen über ein Thema von Haydn op. 56a
21 Ungarische Tänze (für Klavier, zwei- und vierhändig, Nr. 1, 3 und 10
Violinkonzert D-Dur op. 77
Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83
Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Sonate Nr. 1 C-Dur op. 1
Sonate Nr. 2 fis-Moll op. 2
Scherzo in es-Moll op. 4
Sonate Nr. 3 f-Moll op. 5
2 Sarabanden
Vier Balladen op. 10
Variationen über ein ungarisches Lied op. 21/2
Variationen über ein Thema von Händel op. 24
Variationen über ein Thema von Paganini (zwei Reihen) op. 35
16 Walzer op. 39
10 Ungarische Tänze
Souvenir de la Russie
21 Ungarische Tänze
Variationen über ein Thema von Schumann in Es-Dur, op. 23
16 Walzer, op. 39
18 Liebeslieder (Walzer), op. 52 a
15 Neue Liebeslieder (Walzer), op. 65 a
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 F-Dur op. 99 (1886)
Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18
Streichsextett Nr. 2 G-Dur op. 36
Streichquintett Nr. 1 F-Dur op. 88
Streichquintett Nr. 2 G-Dur op. 111
Klarinettenquintett h-Moll op. 115
Liebeslieder-Walzer op. 52 (1868) und Neue Liebeslieder op. 65 (1874)
Schicksalslied op. 54 (1871)
Triumphlied op. 55 (1871)
Zigeunerlieder op. 103 und 112 für 4
Spanisches Lied, Der Frühling, Nachwirkung, Juchhe, Wie die Wolke nach der Sonne, Nachtigallen schwingen lustig
Am Sonntag Morgen, An ein Veilchen, Sehnsucht (Hinter jenen dichten Wäldern), Wiegenlied, Abenddämmerung
Von waldbekränzter Höhe, Wenn du nur zuweilen lächelst, Es träumte mir, ich sei dir teuer, Ach, wende diesen Blick, In meiner Nächte Sehnen, Strahlt zuweilen auch ein mildes Licht, Die Schnur, die Perl' an Perle, Unbewegte, laue Luft
Blinde Kuh, Während des Regens, Die Spröde, O komme, holde Sommernacht, Schwermut, In der Gasse, Vorüber, Serenade (Leise, um dich nicht zu wecken)
Dämmrung senkte sich von oben, Auf dem See (Blauer Himmel, blaue Wogen), Regenlied (Walle, Regen, walle nieder), Nachklang, Agnes, Eine gute, gute Nacht, Mein wundes Herz, Dein blaues Auge
Frühlingstrost, Erinnerung, An ein Bild, An die Tauben, Junge Lieder I, Junge Lieder II, Heimweh I, Heimweh II, Heimweh III
Klage I, Klage II, Abschied, Des Liebsten Schwur, Tambourliedchen, Vom Strande, Über die See, Salome, Mädchenfluch
Seegestade, Lerchengesang, Serenade (Liebliches Kind, kannst du mir sagen), Abendregen
Es liebt sich so lieblich im Lenze, An den Mond, Geheimnis, Willst du, daß ich geh?, Minnelied
Alte Liebe, Sommerfäden, O kühler Wald, Verzagen, Unüberwindlich
Fünf Romanzen und Lieder für eine oder zwei Singstimmen und Klavier op. 84
Sommerabend, Der Kranz, In den Beeren, Vergebliches Ständchen, Spannung
Sommerabend, Mondenschein, Mädchenlied (Ach, und du mein kühles Wasser), Ade!, Frühlingslied, In Waldeinsamkeit
Das Mädchen (Am jüngsten Tag ich aufersteh), Bei dir sind meine Gedanken, Beim Abschied, Der Jäger, Vorschneller Schwur, Mädchenlied, Schön war, das ich dir weihte
Der Tod, das ist die kühle Nacht, wir wandelten, Es schauen die Blumen, Meerfahrt
Nachtigall, Auf dem Schiffe, Entführung, Dort in den Weiden, Komm bald, Trennung
Acht Zigeunerlieder für eine Singstimme mit Klavierbegleitung op. 103. Nach dem Ungarischen von Hugo Conrat.
He, Zigeuner, greife in die Saiten,
Wie Melodien zieht es mir, Immer leiser wird mein Schlummer, Klage, Auf dem Kirchhofe, Verrat
Ständchen (Der Mond steht über dem Berge), Auf dem See (An dies Schifflein schmiege, holder See), Es hing der Reif, Meine Lieder, Ein Wanderer
An die Stolze, Salamander, Das Mädchen spricht, Maienkätzchen, Mädchenlied (Auf die Nacht in der Spinnstub'n
Budaschkin, Nikolaj;
1910-1988, keine Info
Werke:
Sognet am Baikal, Op. 20
Domrakonzert für Solo-Mandoline und Zupforcheste
Festliche Ouvertüre für Orchester
Konzertvariationen über „Die Troika rast vorbei“
Bresgen, Cesar;
16. Oktober 1913 in Florenz; † 7. April 1988 in Salzburg) war ein österreichischer Komponist.
Cesar Bresgen wurde als Sohn des Künstlerehepaares Maria (Pianistin) und August Bresgen (Bildhauer) in Florenz geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Zell am See, München, Prag und Salzburg. Er erlernte schon früh bei Heinrich Kaspar Schmid das Orgelspiel.[1] Von 1930 bis 1936 studierte er an der Musikhochschule München Klavier, Orgel, Dirigieren und Komposition bei Joseph Haas. Neben seinem Studium war er zwischen 1931 und 1935 als Organist von St. Rupert in München tätig.[1] Von 1933 bis 1934 arbeitete er als Klavierimprovisator und Komponist in London mit der Tänzerin Leslie Barrows an der Mary-Wigman-Schule zusammen.[1]
1936 heiratete Cesar Bresgen. 1936 bis 1938 war Bresgen beim Reichssender München beschäftigt. 1939 wurde er Professor für Komposition am Salzburger Mozarteum. Außerdem leistete er Pionierarbeit beim Aufbau des Jugendmusikschulwerkes. Bresgen schuf dazu zahlreiche Vokalwerke für die Hitlerjugend. Im Zweiten Weltktieg war Bresgen bis 1944 uk-gestellt, musste aber in der Endphase des Krieges nach der Schließung des Mozarteums 1944/45 Kriegsdienst leisten, wobei er als Funker eingesetzt wurde.[1]
Die Zeit nach dem Krieg verbrachte er als Organist und Chorleiter in Mittersill. Dort begegnete er 1945 Anton Webern, was einen tiefen Eindruck bei ihm hinterließ. 1947 erhielt er auf Fürsprache von Carl Orff und Eberhard Preußner bei der US-amerikanischen Miliärregierung neuerlich eine Lehrstelle am Mozarteum, schließlich ab 1950 eine Professur für Komposition.[1] 1956 heiratete Bresgen die Pianistin Eleonore Jorhan, mit der er sich in Großgmain bei Salzburg niederließ. 1976 erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis.
Cesar Bresgen starb am 7. April 1988 in Salzburg.
Ähnlich wie der mit ihm befreundete Carl Orff arbeitete Bresgen mit starkem pädagogischem Engagement. Als Musikwissenschaftler hat er sich um die Herausgabe der Lieder Hermanns, genannt Mönch von Salzburg, sowie zahlreicher Volksweisen verdient gemacht.
Werke:
Dornröschen oder Die drei Urewigen. Oper in 4 Akten. Libretto: Otto Reuther und Cesar Bresgen.
Das Urteil des Paris. Musikalische Komödie in einem Akt. Libretto: Otto Reuther
Paracelsus. Oper in 5 Akten. Libretto: ?
Der Igel als Bräutigam. Libretto: Ludwig Strecker der Jüngere und Cesar Bresgen.
Brüderlein Hund. Libretto: Ludwig Strecker der Jüngere
Der Hochzeitsflug. Nino fliegt mit Nina
Ercole. Operkurzspiel.
Der Mann im Mond. Kinderoper in 6 Bildern. Libretto: Ludwig Strecker der Jüngere und Cesar Bresgen.
Ali und die Bilderdiebe
Bastian, der Faulpelz
Trubloff
Der Engel von Prag - Oper in 3 Akten. Libretto: Cesar Bresgen (nach Leo Perutz)
Der liederliche Ferdinand
Krabat. Libretto: Otfried Preußler (nach seinem gleichnamigen Roman
Die Stadthüpfer
Albolina
König Nussknacker
Kantate Lichtwende
Kantate Der Struwwelpeter
Klavierkonzert Totentanz nach Holbein
Sinfonische Metamorphosen Magnalia Dei
Kammermusik
Salzburger Divertimento
Streichquartette
„Studies“
Orgelwerke
Der Benzenauer
Klavierwerke
Holbein-Suite
geistliche Musik
Requiem für Anton von Webern
Deutsche Totenmesse
Loferer Passion